Appetitlosigkeit

16. März 2017 A 0

Appetitlosigkeit (inappetenz, bei längerem Anhalten anorexie), Mangel an Appetit kurzzeitig durch Stress und Anspannung oder als Begleitsymptom verschiedener Krankheiten. Als Ess-Störung wird sie, im Gegensatz zur Magersucht oder Ess-Brechsucht, weniger durch Leistungsoptimierung hervorgerufen. Als nervlich bedingte Appetitlosigkeit (anorexia nervosa/bei Sportlerinnen anorexia nervosa) mit erheblichem Gewichtsverlust verbunden und als Krankheit einzuordnen.

Nach einer skandinavischen Studie beträgt das Risiko, an einer Essstörung zu erkranken, in bestimmten Sportarten bis zu 40% (Sundgot-Borgen, 1993, zitiert bei Beckmann & Elbe, 2008, S.113). Im Schwimmen besteht die Gefahr, dass aus übertriebener Konsequenz bei der Gewichtsreduktion (→“Gewichtmachen“) im Interesse des eigenen optimalen Körpergewicht als Grundbedingung sportlichen Erfolges (→Wettkampfgewicht/„Renngewicht“) Appetitlosigkeit vorgetäuscht wird. Zumal Hunger und Appetit unabhängig voneinander auftreten können und der Appetit mit dem Sättigungsgefühl nichts mehr zu tun hat (s. Quelle unten). Besonders bei Schwimmerinnen ist mit diesem Thema sehr sensibel umzugehen, zumal eine höhere Infektanfälligkeit und insgesamt geringere Belastbarkeit die Folge sein können. Mit dem Ende der sportlichen Karriere normalisiert sich das Körpergewicht in der Regel (s. Wanke, 2004, S. 288).

„Wenn ich den Appetit verliere, verliere ich den Verstand“ Lucius Lucinius Lukull (117 – 56 v. Chr.), römischer Feldherr

Mehr zum Thema: http://www.netdoktor.de/symptome/appetitlosigkeit/


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