Essstörungen

13. April 2017 E 0

Ess-Störungen (Eating Disorders), psychosomatische Erkrankung, gekennzeichnet durch gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper.  Eine eindeutige Zuordnung zu einer Ess-Störung ist wegen der vielfältigen Ursachen nicht immer einfach. Bundesweit sind 21,9% der Kinder- und Jugendlichen auffällig in ihrem Essverhalten. Besonders bei den Mädchen nimmt sie vom 11. Lebensjahr (20%) zum 17. Lebensjahr (30%) erheblich zu (KiGGS – Studie 2007).

Bei Sportlerinnen treten Ess-Störungen noch häufiger auf. Dies trifft von den fünf bekannten Ess-Störungen besonders auf die Magersucht, die  „Ess-Brechsucht“ und die  „Athleten-Appetitlosigkeit“ (Anorexia athletica) zu. Eine gezielte Prävention ist schwierig. Hier ist auf ein gesundes Essverhalten ebenso wert zu legen wie auf Selbstwertgefühl und eine kritische Haltung gegenüber bestehenden Schönheitsidealen. Besonders bei Mädchen sollten Trainer mit gar zu rabiaten Forderungen zur Gewichtsreduzierung vorsichtig sein. (Vgl. Wanke u.a. 2004). →Sollgewicht, → www.dgsp.de  oder www.hungrig-online.de

Hinweise für das mögliche Vorliegen einer Ess-Störung (nach Beckmann & Elbe 2008, S.114)

 

Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens (Eating Disorder Examination-Questionnaire EDE-Q) können Essstörungen diagnostiziert werden. Anhand von 23 Items für deren Beantwortung etwa 15 Minuten veranschlagt sind, wird die spezifische Essstörungspathologie erfasst. Eine deutschsprachige Version steht unter www.vfp-muenster.de/publikationen/online/EDE-Q_VfP_2.pdf zur Verfügung. Da aber nicht auszuschließen ist, dass Athleten einen erhöhten Score (Punktzahl) erreichen, ohne essgestört zu sein, muss die Anwendbarkeit des EDE-Q im Leistungssport hinterfragt werden (Scheck, Leistungssport 6/2013, 27/28).

Mehr zum Thema: https://www.bundesfachverbandessstoerungen.de/der-verband/mitglieder/Hungrig-Online-e.V.php (Zugriff 24.03.2019) und Fröhner, G. (2017). Probleme des Untergewichts im Sport. Was tun? Leistungssport (47)6, 12-16

 

 


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