Öffnet in einem neuen Tab

Begriff

Wettkampfkonzeption

Wettkampfkonzeption (competitive concept), Im engeren Sinne „Handlungsplan zur Realisierung des vorgenommenen Wettkampfziels unter Berücksichtigung der sportlichen Gegner und der Wettkampfbedingungen“ (Mathesius, in Schnabel & Thieß, 1993, S.959), im weiteren Sinne Unmittelbare Wettkampfvorbereitung als eigenständiger Zyklus. Im Schwimmen können zwei unterschiedliche Konzeptionen unterschieden werden, einmal die Dominanz der Mannschaftsleistung bei Unterordnung der individuellen Leistung (→Mannschaftsmeisterschaft, →Länderkampf) und zum anderen die Ausrichtung auf die individuelle Leistung, ausgehend vom aktuellen Trainingszustand und Ausbildungsziel. Hier wiederum ist zu unterscheiden zwischen Teilzielen im Rahmen von Aufbauwettkämpfen und der Bestleistung auf der Leistungszielstrecke bei den Hauptwettkämpfen.

Die Wettkampfkonzeption sollte zwar detailliert erarbeitet sein (Pausengestaltung, Verhalten gegenüber Gegner, Zuschauer, Kampfrichter, Einbau psychoregulativer Programme, Beachtung spezifischer Bedingungen am Wettkampfort, bis zur Rolle des Sportlers im Mannschaftsgefüge usw.), zugleich aber nicht zu dogmatisch gehandhabt werden und damit Handlungsflexibilität gewährleisten.

 

Verwandte Begriffe

Überarbeitet am 15. August 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Wettkampfkonzeption. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/wettkampfkonzeption/ (abgerufen am 23. Oktober 2026).