Bodenraktionskraft

26. Februar 2018 B 0

Bodenreaktionskraft (ground reaction force),  während der Stützphase zwischen Gliedmasse und Boden wirkende Kraft, die mit Hilfe einer Kraftmessplatte „dreidimensionale Waage“) gemessen wird. Sie steht in enger Verbindung mit dem dritten Newton’schen Axiom (Gegenwirkungsgesetz = actio-reactio).→Sprungkraft

Während eine Vielzahl an Studien zur Bodenreaktionskraft in den verschiedensten Sportarten vorliegen, setzt das Medium Wasser immer noch Grenzen. Somit beschränkt sich die Messung auf den mobilen Messstartblock (Kibele 2004). „Da jedoch die Erzeugung des Kraftstoßes an die Kontaktzeit zum Block (→Bodenkontaktzeit) gekoppelt ist, muss hier nach einem Optimum gesucht werden. So bleibt weiterhin unklar, welche Startposition unter den neuen Bedingungen des neuen Startblock OSB11 für eine breite Gruppe von Spitzenathleten optimale Startergebnisse liefert“ (Fischer 2013).

Sportwissenschaftler des IAT Leipzig gelang es, mit Hilfe eines individualisierten MKS-Simulationsmodells aus gemessenen Bodenreaktionskräften und Bewegungen, die am Trainingsmessplatz erfasst werden, valide Beobachtungsgrößen für eine individuelle dynamische Bewertung von Startsprüngen im Sportschwimmen zu ermitteln. Zur Berechnung der Gelenkmomente wurden die gemessenen Bodenreaktionskräfte zwischen Testperson und Startblock erfasst. Das betrifft beim Schrittstart sowohl die Kräfte auf vorderen und hinteren Fuß als auch in den Armen durch Zug an der Griffstange (Hermsdorf et al. 2014).

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