Fähigkeit, motorische

17. April 2017 F 0

Fähigkeit, motorische (ability, motor), auch motorische Grundeigenschaft; Vorrangig vererbte Eigenschaft als Voraussetzung für motorische Fertigkeiten (s. Abb.). Sie werden untergliedert in konditionelle Fähigkeiten und koordinative Fähigkeiten. Die Beweglichkeit ist dabei nicht eindeutig konditionell oder koordinativ bestimmt. Zimmer (2009) definiert motorische Kompetenzen als Fähigkeiten eines Kindes, sich über Wahrnehmung und Bewegung erfolgreich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. →Leistungsfähigkeit, motorische

Die KiGGS – Studie (2007) offenbarte große Defizite bei motorischen Fähigkeiten von Schülern. So berühren 43% aller 4- bis 17-Jährigen bei der Rumpfbeuge nicht mit den Händen den Boden. Ein Drittel ist nicht in der Lage, auf einem drei Zentimeter breiten Balken einige Schritte rückwärts zu laufen. Beim Standweitsprung sind die Ergebnisse um 14% schlechter als in den 70er Jahren. Auf Anregung der Kultusministerkonferenz wurde von führenden Experten der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) der Deutsche Motorik-Test (DMT) entwickelt. Er ermöglicht die Messung und Bewertung motorischer Fähigkeiten von 6-18 jährigen Kindern und Jugendlichen (Quelle s.u.).

Der Einfluss allgemeiner motorischer Fähigkeiten auf die Schwimmleistung ist in Studien nachgewiesen worden (Jorgic et al. 2010; Zoretic et al. 2010; Rudolph 2011) und bestimmt die Vielseitigkeit des Nachwuchstrainings. →Landesvielseitigkeitstest 

Fähigkeiten
Motorische Fähigkeiten und motorische Fertigkeiten (nach Bös, 2001)

 

Downloads zum Deutschen Motoriktest: https://www.sport.kit.edu/dmt/63.php (zugriff 31.03.2019)

Mehr zum Thema: Madsen, Reischle, Rudolph & Wilke (2014/15). Wege zum Topschwimmer (Bd. 1-3) Hofmann-Verlag

 


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