Internetsucht

31. Mai 2017 I 0

Internetsucht/-abhängigkeit (internet addiction) auch „Handysucht“, „Onlinesucht“; psychische Abhängigkeit vom Internet, die bei einer Nutzung von 35 Std./Woche angesetzt wird. Die Wissenschaft ist sich uneins, ob es sich um eine eigenständige Erkrankung lediglich um das Symptom einer anderen Grunderkrankung handelt (gegenwärtig nicht von Krankenkassen anerkannt). Viele Forscher sehen sie bereits als eigenständige psychische Störung (Verhaltenssucht) an. Unter pathologischem Aspekt sind besonders Computerspiele, pornografische Inhalte und digitales Kommunizieren (E-Mail, Chatten) zu nennen. Die möglichen Folgen (Realitätsflucht, Rückzug aus der Gemeinschaft, Schlafmangel, Haltungsschäden) stehen im krassen Widerspruch zum sportgerechten Lebensstil.

Exkurs: In Deutschland sind rund 560.000 Menschen vom Internet abhängig. So sei bei 1 % der 14- bis 64-jährigen eine Internetabhängigkeit wahrscheinlich, bei 4,6 % läge bei mindestens 4 Stunden online eine „problematische Internetnutzung“ vor. Der Anteil der Glückspielsüchtigen liegt bei etwa 0,3 bis 0,5 %, also etwa 250.000 Personen. Der Anteil der Internet-Süchtigen liegt bei den Jugendlichen höher als bei den Älteren. Laut Studie sollen 2,4 % der 14- bis 24-Jährigen internetabhängig sein. 13 % gelten als „problematisch in ihrer Internetnutzung“. In der Altersgruppe der 14- bis 16-jährigen sind Mädchen mit 4,9 % stärker gefährdet als Jungen, die zu 3,1 % von der Online-Nutzung abhängig sind. In der Gruppe der bis 24-Jährigen ist das Verhältnis in etwa gleich. Insgesamt sollen Männer in der Regel häufiger unter Internetsucht leiden als Frauen. Weibliche Nutzer konzentrieren sich dabei mit 77 % stärker auf soziale Netzwerke wie Facebook, junge Männer auf Computerspiele (aus Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums: www.drogenbeauftragte.de  -Zugriff 11.10.2019).

Solange die Smartphones noch nicht wasserdicht sind bzw. den Bewegungsablauf im Schwimmen stören, organisieren wir mit unserem Training eine internetfreie Zone, inzwischen ein psychologisch-pädagogisch nicht zu unterschätzender Faktor. Sollte sich einer ihrer Schwimmer in der übrigen Zeit besonders abkapseln, gereizt sein bis zur Schlafstörung und/oder unter Konzentrationsschwäche leiden, dann läuten die Alarmglocken.

Mehr zum Thema: http://www.onmeda.de/krankheiten/internetsucht-ursachen-1529-3.html – Zugriff 11.10.2019

 


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