Koordinationstraining, intramuskuläres

13. Dezember 2019 K 0

Koordinationstraining, intramuskuläres (IK-Training) (intramuscular coordination training), Maximalkrafttraining, bei dem gleichzeitig eine höchstmögliche Anzahl von Muskelfasern aktiviert wird. Diese Trainingsform beruht auf der Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, sich mit typischer Rekrutierungsfolge an erhöhten Kraftbedarf anzupassen und entsprechend mehr Muskelfasern in der Folge zuzuschalten (→Muskelfaserschaltung):

langsame ST-Fasern→schwächere FTO-Fasern→starke FTG-Fasern →HENNEMANNsches Prinzip).

Dazu sind explosive maximale konzentrische Krafteinsätze bei 90-100% der Max-Last im weitgehend ermüdungsfreien Zustand (bis 3 Wiederholungen bei Pausen von 3-5 Minuten) erforderlich. Das IK-Training ist eine gute Basis für Schnellkraftleistungen.

 

Exkurs: „Da die Bewegungskoordination in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen auf gemeinsamen Grundlagen des sensomotorischen Systems basiert, sind die koordinativen Fähigkeiten und deren Trainingsanpassungen sehr gut übertragbar. Daher muss die Anwendung dieser Trainingsform nicht auf die Prävention und Rehabilitation von Verletzungen beschränkt bleiben. Vielmehr kann diese Trainingsform auch zur Verbesserung der Bewegungskoordination im Sinne einer Leistungssteigerung im Sport eingesetzt werden. Diese Trainingsform stellt auch und gerade für das leistungssportlich orientierte Training eine echte Bereicherung dar. In Bereichen, in denen trotz massiver Trainingsinterventionen eine Leistungsstagnation zu verzeichnen ist, kann durch diesen neuartigen Zugang unter Umständen eine Leistungssteigerung im Bereich der Bewegungskoordination erzielt werden, die anderen Trainingsformen verschlossen bleibt.(Bruhn, 2003, Autorreferat).

Video: https://www.youtube.com/watch?v=CLShzQZo7TI (Zugriff am 13.12.2019)


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