Rekrutierung

05. Juli 2017 R 0

Rekrutierung (recruitment), lat. recrescere dt. wieder nachwachsen; Einberufung von Soldaten (in Schweiz für Musterung).

In der Physiologie zusammen mit der Frequenzierung und der Synchronisation eine wesentliche Komponente der neuromuskulären Aktivierung. Unter Rekrutierung versteht man die Einbeziehung einer bestimmten Anzahl und Typen von Muskelfasern in die Kontraktion des Muskels je nach Erregungsimpuls. Nach dem Rekrutierungsprinzip von HENNEMANN (1965) ist für die Aktivierung der Motoneuronen deren Rekrutierungsschwelle (Erregungsschwelle, Reizschwelle) maßgebend. Die Rekrutierung erfolgt nach einer bestimmten Reihenfolge, zuerst die langsamen motorischen Einheiten (ST-Fasern), mit steigender Kraftanforderung die schwächeren FT-Fasern und schließlich die starken FT-Fasern mit großen Motoneuronen und hoher Erregungsschwelle. Bei explosiven Krafteinsätzen (Explosivkraft) erfolgt die Rekrutierung zeitlich verdichtet (Grosser, Starischka & Zimmermann, 2004). „Da Anpassungsvorgänge offenbar vor allem in den bzw. durch die während des Trainings überwiegend rekrutierten Muskelfasern ausgelöst  werden, sollten Trainingsprogramme zur Verbesserung der Maximal– und Schnellkraft auf eine Rekrutierung der schnellen Typ II-Fasern (mit hoher Reizschwelle) abzielen. Bisher vorliegende Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass ein desmodromisches Training und ein Vibrationstraining eine verstärkte Rekrutierung der Typ II-Fasern bewirken können. (Friedmann, 2007, S.17). →Muskelfasertypen, , →Aktivierungsfähigkeit, willkürliche

 Mehr zum Thema: http://wiki.ifs-tud.de/biomechanik/muskel/mus01


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