Protein

29. Juni 2017 P 0

Protein (protein), griech. proteios für ‚grundlegend‘ und ‚vorrangig‘; polymere Substanz (→Aminosäuren), die essentieller Bestandteil (10-30%) der Körperzellen ist. U.a. sind Aktin und Myosin Proteine. →Eiweiß

In der Trainingspraxis wird Muskelzuwachs oft mit Proteinsupplementierung verbunden (→Supplement). Zu viel zugeführte Proteine können aber nicht im Körper gespeichert werden und werden in Form von Harnstoff ausgeschieden. Untersuchungen in den letzten Jahren zeigten, dass weder Kraft- noch Ausdauersportler Proteinsupplemente benötigen. Ungeachtet dessen werden Leistungssteigerungen immer wieder damit in Verbindung gebracht, wie Marco Koch nach seinem Weltrekord über 200m Brust. Der Proteinbedarf wird mit normaler Ernährung (Milch, Ei, Fleisch und deren Produkte) gedeckt.  Für Ausdauersportler werden 1,6 g/kg/d (Männer) und 1,4 g/kg/d (Frauen) empfohlen (Schek, 2004). →Proteinumsatz, →Proteinsynthese

„In Ausdauersportarten, wie Radsport und Langstreckenlauf, kann die Zufuhr von Proteinen, Milchprodukten oder Aminosäuren möglicherweise belastungsinduzierte Muskelschädigungen und/oder Muskelschmerzen reduzieren und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit begünstigen (→Regeneration). Nach exzentrischen Dauerbelastungen beeinflusst eine ergänzende Proteinzufuhr weder Parameter der Muskelschädigung, des Muskelschmerzes noch die Leistungsfähigkeit in der Regenerationsphase. Die gezielte Proteingabe nach Krafttraining mit oder ohne Fokus auf exzentrische Übungen reduziert bei Trainierten weder die Indikatoren der muskulären Schädigung noch des Muskelschmerzes. Möglicherweise kann eine Proteingabe unmittelbar nach dem Krafttraining die Wiederherstellung der Kraftleistungsfähigkeit begünstigen.“ (Carlsohn, 2016, S. 59)

 

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Protein


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