Proteinsynthese

28. März 2022 P 0

Protein(bio)synthese (protein synthesis), früher Eiweißsynthese, Translation; Verknüpfung von Aminosäuren zu spezifischen Ketten (Peptidketten), die auf der Grundlage von Erbinformationen (→Desoxyribonukleinsäure) gebildet werden. Grundsätzlich besteht ein Gleichgewicht (→Homöostase) zwischen Proteinabbau (→Katabolismus) und Proteinaufbau (→Anabolismus). Einfach gesagt: Durch die Proteinbiosynthese werden nach einem durch genetische Informationen festgelegtem Plan neue Proteine in Zellen gebildet (WIKIPEDIA). →Protein, →Proteinumsatz,Proteinsyntheserate

katabolSportliche Belastungen stimulieren die Erweiterung der adaptiven Proteinsynthese indem verbrauchte Strukturelemente durch physiologisch geeignetere ersetzt werden (Viru, 1993). Nach Ausdauerbelastungen sind die Energieträger wiederaufzufüllen, die Flüssigkeitsmenge auszugleichen (Rehydrierung) und Gewebestrukturen zu reparieren. Das geschieht durch eine zielgerichtete Ernährung während der Erholungsphase. Dabei spielt zwar die Kohlenhydratversorgung die größte leistungslimitierende Rolle, aber im Fall einer Glykogen-Verarmung werden zunehmend auch Proteine (Aminosäuren) mobilisiert und der Oxidation bzw. der Glukoneogenese der Leber zugeführt. In solchen Fällen führt dies zu einem katabolen Zustand. Aufgrund der hemmenden Wirkung des hohen Energieverbrauches in der Muskulatur während der Ausdauerbelastung wird zudem die muskuläre Proteinbiosynthese unterdrückt. Betrachtet man die aktuelle Forschungslandschaft, lässt sich aus zeitlicher Sicht die Proteinversorgung in drei Abschnitte untergliedern. Studien zur expliziten Supplementierung vor der Ausdauerbelastung sind rar. Dennoch hat die International Society of Sport Nutrition Handlungsanweisungen publiziert. So sollen 3-4 Stunden vor langen Ausdauerbelastungen (1-2 g Kohlenhydrate (CHO) pro Kilogramm Körpergewicht kombiniert mit 0,15-0,25 g Proteinen/kg zugeführt werden. Bezüglich der Proteinversorgung während der Ausdauerbelastung sind die Ergebnisse uneinheitlich (Schönfelder et al. 2020).

„Aber auch die Proteinforschung in der Sportmedizin hat eine Weiterentwicklung erfahren, wo lange Zeit nur mengenmäßige Veränderungen des zellulären Proteingehalts betrachtet wurden, werden mittlerweile die Prozesse, die zur Veränderung von Proteinen führen auf transkriptioneller, posttranskriptioneller, translationaler und posttranslationaler Ebene unter Berücksichtigung zeitlicher Regulationsmuster betrachtet.“ (Bloch, 2011, S. 83)

Mehr zum Thema:

https://www.inhaltsangabe.info/biologie/ablauf-der-proteinbiosynthese-einfach-erklaert– Zugriff 24.03.22

Video: https://www.youtube.com/watch?v=ATe_9OCMtlk – Zugriff 24.03.22


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