Vibrationstraining

11. August 2017 V 0

Vibrationstraining (vibration training), auch Beschleunigungstraining, stochastisches Resonanztraining, Biomechanische Stimulation oder auch Whole Body Vibration (WBV) im Englischen. Darunter wird die Übertragung von mechanischen Vibrationen eines Gerätes (z.B. Plattform) auf den Körper (→Muskulatur) verstanden. Der Muskel reagiert unbewusst, wobei besonders dem Dehnungsreflex (ähnlich Kniesehnenreflex) eine muskelstärkende Wirkung zugesprochen wird. Der Nutzen im Leistungssport ist bei Fachleuten noch umstritten, während es im Fitnessbereich nach dem Motto „alles was neu ist, ist gut“ bereits eingesetzt wird (www.galileo-training.com). Andererseits ist es im Sport nicht neu, dass die Praxis der Wissenschaft vorauseilt. So konnten durch Vibrationstraining neben der Kräftigung (Krafttraining) bessere Dehnwirkungen (Dehnung) gegenüber herkömmlichen Verfahren (Tillaar, 2006) und Aufwärmeffekte (Erwärmung) nachgewiesen werden (Sands et al. 2006). Bei Breitensportlern hatten sich durch Vibrationstraining auch Schnellkraft und Sprintfähigkeit verbessert (Paradisis & Zacharogiannis, 2007). Bei Spitzensportlern mit einem bereits wesentlich höheren Niveau dieser Fähigkeiten steht dieser Nachweis durch repräsentative Studien noch aus. Auf Aussagen einzelner Spitzenathleten auf den Seiten der Produzenten wird hier verzichtet.

Übrigens: Solltet ihr zum Vibrationstraining statt einer Vibrationsplatte einen Vibrator erworben haben, kann es sein, dass iht Last mit Lust verwechselt. K.R.


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