Laktattoleranz

16. Februar 2020 L 0

Laktattoleranz (lactate tolerance), Vermögen, trotz Laktatakkumulation weiter arbeiten zu können als wichtige Grundlage anaeroben Leistungsvermögens. Eine wichtige physiologische Grundlage dazu ist die Pufferkapazität. Durch intensives Ausdauertraining kann die Laktatschwelle und damit die Laktattoleranz erhöht werden.

Beispiel: Ausgehend von physiologischen Reaktionen des trainierenden Körpers und dem Energiestoffwechsel bei Belastung entwickelte Maglischo (2003) in „Swimming fastest“, dem Standardwerk für Schwimmtraining, seine Vorstellungen von Trainingsbereichen im Schwimmen. Prominente amerikanische Trainer (z.B. Volkerts 1998) bestimmten ihre Trainingsserien nach diesen Bereichen „Laktat max, Laktattoleranz und Laktatproduktion“. Beispiele für Laktattoleranztraining bei Maglischo (S.459):

  • Lange Sprints*mit langen Pausen   6 x 100 mit 7 min; 3 x 200 mit 10 min nach der Serie
  • Sprints mit mittleren Pausen   12 x25 ab 30 sec, 12 x 50 ab 1 min, 8 x 100 ab 2 min, 6 x 200 ab 3 oder 4 min
  • Sprints mit kurzen Pausen     3 Serien 4 x 25 ab 20-30 sec, 3 Serien 4 x 50 mit Pausen von 10-15 sec, 15 x 100 ab 1:30 min

Charakteristisch ist in allen Modellen die starke Kopplung an die Wettkampfgeschwindigkeit. Ob es sich dabei um Laktatabbau, Laktattoleranz oder Laktatproduktion handelt entscheiden Intensität (Schwimmgeschwindigkeit) und Pausenstruktur. Nach den Trainingsbereichen des DSV entspricht das dem  intensiven GAII-Training (Belastungszone 5) und Schnelligkeitsausdauer (Belastungszone 7), umgangssprachlich auch „Stehvermögenstraining“

*die Amerikaner differenzieren zwischen Ausdauer (vorwiegend aerob und Überdistanz) und Sprint als anaerobes Training im Distanz- und Unterdistanzbereich, während wir Sprint mit Schnelligkeit gleichsetzen.

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