Pause, mentale

10. März 2021 P 0

Pause, mentale (break, mental), Unterbrechung eines Vorganges zur psychischen Regeneration („Aufladung →psychischer Energie“). In einer Zeit steter Reizüberflutung braucht jeder einen Ruhepol, eine „Ich-Zeit“, eine Zeit zum Abschalten, zur persönlichen Selbstreflexion.

Der Sportpsychologe Baumann (2006) vergleicht die Pause mit einer Schleuse, die negative Gedanken, Ängste, Wut, Minderwertigkeitsgefühle auffängt und nur positive Gedanken, neue Energien, positive Selbstbeurteilung passieren lässt. Dazu ist eine Beruhigungsphase erforderlich, in der der Sportler entspannen, abreagieren, zur Ruhe kommen und abschalten kann („Abtouren“). In der folgenden Vorbereitungsphase sollte sich der Sportler auf sich selbst konzentrieren, Vorsätze bilden und sich mental im Sinne von Handlungsprogrammen vorbereiten („Ich kann….“). An Fehler– und Ärgersituationen sollte dabei nicht angeknüpft werden. Mit einer Aktivierungsphase sollten durch schnellkräftige, gymnastische Bewegungen der Körper und durch gedankliche und verbale Aufmunterung die Psyche aktiviert werden. Selbstbewusst konzentriert sich der Sportler auf die kommende Aufgabe.

Exkurs: Bewundernswert sind die Sportler, die „auf Anhieb“ zu einem „Nickerchen“ finden können. So verbessert ein 30-minütiger Mittagsschlaf die kognitiven Leistungen. Zugleich ist er eine effektive Strategie, um kognitive und physische Leistungseinbußen zu überwinden, die durch Schlafverlust oder durch Ermüdung aufgrund von anstrengenden Trainingseinheiten am Nachmittag verursacht werden (Daaloul et al. 2019; Waterhouse et al. 2007).

„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.“ Indianische Weisheit


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