Schnelligkeitsbarriere

24. Juli 2017 Sch 0

Schnelligkeitsbariere (speed-barrier), Sachverhalt, bei dem durch zu häufige Wiederholung in submaximalem Tempo das betreffende Erregungsmuster im Zentralnervensystem so gefestigt wird, dass Schnelligkeit in ihren zeitlichen, räumlichen und frequenzmäßigen Komponenten der Bewegung stagniert.

Im Training eine Schranke in der Entwicklung der Schnelligkeit im Sinne eines Deckeneffektes, indem sich räumlich-zeitliche Parameter wie die Zugfrequenz zu stark verfestigt haben (→Stereotyp, motorischer). In dieser Situation sollte für Schwimmer einerseits die Schnellkraft an Land wieder auf ein höheres Niveau gebracht werden, zum anderen sind durch veränderte äußere Bedingungen „Zwangssituationen“ zu schaffen, die motorisch neue Anforderungen stellen. Aus der Leichtathletik ist bekannt, dass im Training Beschleunigungswerte bezogen auf die maximal erreichbaren Wettkampfwerte durchschnittlich nur zu 97,6 % und die absolute Schnelligkeit durchschnittlich nur zu 93,4 % (!) erreicht werden! (Gundlach: Sprint -Lauf-Gehen, Berlin 1991, S. 29).

Im Schwimmen ist eine einfache Variante Schwimmen mit und ohne Widerstand (kontrastives Training), z.B. Schwimmen in Richtung eines ausgezogenen Gummiseils. Ideal ist der Wechsel vom Schwimmen gegen höhere Geschwindigkeiten in der Gegenstromanlage zum Becken. Der Strömungskanal bietet den Vorteil, dass sich der Schwimmer mit Geschwindigkeiten auseinandersetzen muss, die er im Wettkampf erst einmal anstrebt (→Prognoseschwimmen).


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