Skalierung
Skalierung (scaling), lat. scalae ‚Leiter‘,,Treppe‘; allgemein Zuordnen nach Größe; In der Statistik Messen oder Schätzen von Tatbeständen, die selbst nicht numerisch bestimmt sind zur Quantifizierung empirischer Befunde. Die Indikatoren müssen auf einer wissenschaftlichen Theorie (→Hypothese) basieren, sollten das Wesentliche des Forschungsgegenstandes erfassen und die Gütekriterien eines Tests erfüllen. Grundformen sind: Ordinalskalen (Rangskalen wie z.B. Schulnoten), Intervallskalen (gleich große Abstände zwischen den Merkmalsausprägungen) und Nominalskalen (z.B. Fehleranalyse). →Beobachtungskriterien, →Beobachtungsfehler, →semiquantitativ, →Schätzskala, →Ratingskala, →BORG-Skala
Exkurs: Die Beziehungen zwischen der Körpergröße und deren Verhältnis zu verschiedensten biologischen Größen sind häufig Gegenstad sportwissenschaftlicher Forschung. Dabei ist zu beachten, dass die Leistung eines Organismus beispielsweise nicht kurzerhand von klein auf groß übertragen werden. Deshalb erfolgen die Angaben z.B. bei der VO2max in % des Körpergewichts. Man spricht auch von einer allometrischen Beziehung. Max Kleiber (1893-1976) schlussfolgerte, dass die Gesamteffizienz des Energieverbrauch unabhängig von der Körpergröße ist. Kleibers Gesetz ist ein allometrisches Skalierungsgesetz, das den Zusammenhang zwischen Masse und Stoffwechsel von Tieren beschreibt.
- http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/skalierung/14348 -Zugriff 22.04.24
- https://www.youtube.com/watch?v=oU8gZyLGyI0 – Zugriff 22.04.24