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Begriff

Core

Core (engl.) (Kern, hier Körperkern), anatomischer „Kernbereich“, der die unteren mit den oberen Extremitäten verbindet, also Lende, Hüfte und Becken („Muskeln der Körpermitte“). Oftmals auch als „Powerbereich“ bezeichnet. Core-Training optimiert die Übertragung und Gesamtkontrolle von Bewegung und Kraft auf das Endsegment bei sportlichen Aktionen. Gleichzeitig erhöht es Stabilität und Steifigkeit der Wirbelsäule, um ungewollte „Energieverluste“ und Rumpfbewegungen bei der Ausübung externer Lasten zu reduzieren (Lou et al. 2022). Als Kraftzentrum der meisten Bewegungen ist Coretraining im Schwimmen besonders wichtig zur Stabilisation der Wasserlage, aber auch zur Kraftübertragung (z.B. beim Start). →Rumpfstabilisation, →Rumpfkraft, →Muskelkorsett

Der Rumpfmuskulatur (core strength) kommt im Schwimmen eine Schlüsselrolle zu, zumal sie auch vor Verletzungen und Fehlbelastungen schützt. Eine gute Rumpfstabilität verhindert zu hohe Belastungen der Wirbelsäule durch die extreme Hyperextension der Lendenwirbelsäule (Delfinschwimmen und Undulation beim Brustschwimmen) oder bei der Beinarbeit am Schwimmbrett. Entwicklungsschwache Körperhaltungen mit erhöhter thorakaler Kyphose und abgerundeten Schultern sind keine Seltenheit (Boyd 2008). Bei Schwimmern konnte sogar festgestellt werden, dass die Entwicklung der „Kernmuskelkraft“ die Reaktionszeit (hier der Hände) verbessern kann (Biyikli 2018). Training mit „Kernübungen“ zusätzlich zum Wassertraining führte zu besseren Schwimmleistungen als nur Wassertraining (Eskyecek et al. 2020, Kwok 2024).
Übungen zur Stärkung und Tests zur Überprüfung der Rumpfstabilität wurden in die Nachwuchskonzeption Schwimmen des DSV aufgenommen (Rudolph et al.2015, S. 110-114).

Video: https://www.youtube.com/watch?v=2yBWy0WXH7c (Zugriff am 10.01.23)

Mehr dazu:

Quellen

  • Biyikli, T. (2018). Investigation of the relation between core muscle strength, durability and reaction performance for swimmers. Journal of Education and Training Studies (6)11, 254-259 Zur Quelle
  • Boyd, K. (2008). Injury prevention in swimming. pp-Vortrag unter https://slideplayer.com/slide/3433535/- Zugriff 29.07.25 Zur Quelle
  • Lou, Soh, Soh, K. L., Sun, Modh Nasiruddin, Du & Zhai (2022). Effect of core training on skill performance among athletes: A systematic review. Frontiers in Physiology, 13, 915259. Zugriff am 14.12.2022 unter https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2022.915259/full DOI Zur Quelle
  • Rudolph, K. (2015). Nachwuchskonzeption Schwimmen 2020: Probleme und Hintergründe. Schwimmen – Lernen und Optimieren, 38 (2015), S. 22-33 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • HüfteKörperseite zwischen oberem Beckenrand und Beginn des Oberschenkels …
  • Becken (Anatomie)Körperteil zwischen Bauch und unteren Extremitäten …
  • KraftUrsprünglich nur auf Muskelspannung bezogen …
  • StabilisierungLat. stabilis „feststehend, standhaft, dauerhaft“ …
  • StiffnessSteifheit, Verhärtung; „Härte des Muskel-Sehnen-Gewebes …
  • Wirbelsäule(spina column), Grundpfeiler des Stützapparates …
  • StartBeginn einer Aktion, auch Bezeichnung für den Ort, wo gestartet wird.
  • Rumpfstabilisation"Starke Körpermitte" (Core), "die Fähigkeit …
  • CrunchAuch „Bauchpresse“ – Form des Trainings der Bauchmuskulatur …
  • Gambetta-MethodeTrainingssystem des amerikanischen „Meistertrainers“ Vern Gambetta …
  • KonditionLat.condicio „Bedingung, Vorschlag‚ Angebot, Verhältnis, Beschaffenheit, Zustand …
  • KörperachseGedachte Hilfslinie durch den menschlichen Körper.
Überarbeitet am 24. Oktober 2025Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2025). Core. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/core/ (abgerufen am 23. Oktober 2026).