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Begriff

Erleichterung, soziale

Erleichterung, soziale (social facilitation), Theorie der Sozialpsychologie, wonach allein die Anwesenheit anderer zu einer Verbesserung der individuellen Leistung führt. Diese „soziale Leistungsaktivierung“ funktioniert aber nur bei gut gelernten Aufgaben. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, verstärkt die Gegenwart anderer Personen eher den Konflikt (soziale Hemmung). Das Resultat ist eine Verstärkung von leichten Aufgaben und eine Hemmung von schwierigen Aufgaben. →Brainstorming

Beispiele:

– Tatsächlich strengen sich die meisten Sportler in der Gruppe mehr an als im Einzeltraining. Sind sie aber nicht „gut drauf“, meiden sie
die Gruppe und würden lieber allein oder woanders trainieren. Die Gruppe kann also leistungsfördernd oder leistungshemmend wirken. 

– Beim Fußballspiel steht Max nur herum und lässt die anderen spielen. Seine Mannschaft gewinnt trotzdem und er zählt zu den Siegern
obwohl er ein in dem Sinne sozialer Faulenzer ist.

Verwandte Begriffe

  • SozialpsychologieTeildisziplin der Psychologie mit enger Verbindung zur Soziologie.
  • LeistungPhysikalisch power (Physik) Quotient aus Arbeit und Zeit (P = W : t) …
  • KonfliktLat. confligere „zusammentreffen, kämpfen“; Unvereinbarkeit von Positionen, Interessen …
  • VerstärkungAllgemein die Vergrößerung oder Erhöhung von Signalen …
  • HemmungStörung des normalen Ablaufs psychischer oder auch körperlicher Funktionen …
  • BrainstormingBeliebtes wie kritikwürdiges Verfahren zur Ideensammlung …
  • TrainingsgruppeBegrenzte Anzahl von Sportlern …
  • EinzeltrainingOrganisationsform des Trainings …
Überarbeitet am 13. April 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Erleichterung, soziale. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/erleichterung-soziale/ (abgerufen am 6. Oktober 2026).