Drehbewegung

07. April 2017 D 0

Drehbewegung (rotational movement), Physik: Drehung/ Rotation als Bewegung eines Punktes oder Körpers um eine Achse.

In der Biomechanik ist die Rotation eine Bewegung bei der alle Punkte des betrachteten Körpers um eine gemeinsame Achse drehen (Göhner, 2001, S.6). Im Sport können das sein, Rotation des Körpers um feste Achsen (z.B. Riesenfelge am Reck), freie Achsen (Salto des Wasserspringers, Rollwende) oder Übergang zwischen beiden Achsen (Felgumschwung mit Salto als Abgang). Voraussetzung für eine Drehbewegung sind: ein frei bewegliches System, eine Drehachse und eine exzentrisch wirkende Kraft. Sportliche Bewegungen verlaufen um drei Achsen: Körperbreitenachse, Körperlängsachse und Körpertiefenachse, überlagern sich aber meistens. Für eine exakte Beschreibung der Drehbewegung muss ein eindeutiges Bezugssystem vorliegen. Das beginnt bereits beim Standpunkt des Beobachters. So sieht der Schwimmer im Wasser die Bewegungsbahn seiner Hand anders als der Trainer vom Beckenrand. →Drehmoment, →Körperachsen, →Freiheitsgrade

Beim Schwimmen finden Drehbewegungen vor allem beim Wenden statt. Im Rückenschwimmen wird erst eine halbe Drehung um die Längsachse (a) und danach eine halbe um die Breitenachse (b) durchgeführt. Im Kraulschwimmen wird fast gleichzeitig um die Längs- und Breitenachse gedreht. Die Wende beim Brust- und Delphinschwimmen erfolgt durch eine Drehung um die Tiefenachse (c). Aber auch während des Schwimmens erfolgen Drehbewegungen vor allem um die Längsachse (a). So rollte der Rückenschwimmer Lenny Krayzelburg seinen Körper von Seite zu Seite und lag fast nie auf dem „Rücken“. Damit holte er sich den Impuls für die Drehbewegung holt sich Lenny nicht aus dem Armzug, sondern aus dem Kick und der Hüfte (Gmünder 2000).
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Abb.: Körperachsen und Bewegungsebenen des Schwimmers (Makarenko, 1978, S.15)
Abb.: Körperachsen und Bewegungsebenen des Schwimmers (Makarenko, 1978, S.15)

 

Mehr zum Thema: http://wiki.ifs-tud.de/biomechanik/dynamik/dyn04

 


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