Fluchtverhalten

19. April 2017 F 0

Fluchtverhalten (escape behavior), „angeborene Vermeidungsreaktion, die mit einem Ortswechsel verbunden ist und die von einem bestimmten Reiz (z.B. den Anblick eines Feindes) ausgelöst wird…Der Mensch hat das Fluchtverhalten weitgehend durch verstandesmäßige Situationsprüfung und angemessene Reaktion ersetzt“ (Gymnich, 2005). Er verdrängt Probleme, indem er z.B. in Krankheit (→Magersucht), Sucht oder Arbeit (workaholics) flüchtet. →Furcht

Fluchtverhalten beim Sportler kann sich in fehlender Motivation (als Ausrede), herabgesetztem Selbstvertrauen, im Suchen von Fehler und Ursachen außerhalb der eigenen Person (→Umfeld, Gegner), in Aggression, aber auch in Galgenhumor äußern. Der oft zu beobachtende Umstand, dass Sportler die Ursachen sich häufender Misserfolge nicht in der unzureichenden Überwindung des „inneren Schweinehundes“ sehen, sondern im Umfeld (vor allem beim Trainer) und deshalb Trainer und Ort wechseln, ähnelt dem Fluchtverhalten, zumindest fehlt zumeist die „verstandesmäßige Situationsprüfung“. Gegen Fluchtverhalten hilft mentales Training zur Linderung der Nervosität, Analyse der Ursachen und mindern der Drucksituation.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=-J90ghF_XJg (Zugriff 13.04.2019)


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