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Gipfelbelastung

Gipfelbelastungen (maximum cargo load, Peaking) Belastungsspitze, zumeist als „Umfangsgipfel“ im Ausdauertraining. Im Schwimmen werden als Belastungsgipfel die höchsten Wochenumfänge (je nach Disziplin 80-120 km) im Abstand von 5-6 Wochen vor dem Hauptwettkampf absolviert. Dem folgt dann ein zweiter „Gipfel“ mit den höchsten Anteilen an GAII/SA-Training, ebenso gibt es Belastungsgipfel im Krafttraining usw. Die Vorgehensweise kombiniert…

Gleichgewicht

Gleichgewicht (balance, equilibrum), in der Physik und Technik wie auch in der Politik gebrauchter Begriff, der den Zustand eines Körpers oder eines Systems beschreibt, in dem keine äußerlich wahrnehmbaren Veränderungen ablaufen. Die drei Arten des mechanischen Gleichgewichts lassen sich für Körper, auf die nur die Gravitation wirkt, durch die Lage von Schwerpunkt und Angriffspunkt des…

Gleichgewicht, arthromuskuläres

Gleichgewicht, arthromuskuläres (balance,arthromuscular) →Dysbalance, arthromuskuläre

Gleichgewichtsfähigkeit

Gleichgewichtsfähigkeit (balancing capacity), Komponente der koordinativen Fähigkeiten (Hirtz, 1997), die den gesamten Körper im Gleichgewicht hält. Das betrifft einmal das Gleichgewicht in relativer Ruhehaltung (statisches Gleichgewicht), zum anderen die Wiederherstellung des Gleichgewichts nach Lageveränderungen (dynamisches Gleichgewicht). Sie wird über das vestibulare System im Innenohr, dem Kleinhirn in Verbindung mit der Sehbahn und weiteren Reflexen gesteuert.…

Gleichmaß

Gleichmaß (regularity, even pace), ausgewogenes Verhältnis in Geschwindigkeit, Kraftverlauf, Rhythmus (Ausgeglichenheit) einer Bewegung. Auf das Schwimmen übertragen gleiche Schwimmgeschwindigkeit und/oder Frequenz über die gesamte Wettkampfstrecke oder eine Trainingsserie. Wenn das auch physiologisch-ökonomisch die erstrebenswerteste Variante ist, so ist ein vollkommenes Gleichmaß im Wettkampf wegen der hohen Anfangsgeschwindigkeit durch den Start, die Unterbrechung durch Wenden, dem…

Gleiten

Gleiten (gliding), Art der Bewegung bzw. Fortbewegung  bei reduzierter Reibung (Gleitreibung) auf einem speziellen Untergrund (Wikipedia). →Gleitfähigkeit Im Schwimmen Strecklage ohne gleichzeitige Antriebsbewegungen bei optimalem (minimalem) Wasserwiderstand infolge geringsten in Vortriebsrichtung projizierten Körperquerschnitts“ (Mertens, in Schnabel & Thieß, 1993, S.346). Dabei hat sich in den Gleitphasen nach Start und Wende die Streckung der Arme nach…

Gleitfähigkeit

Gleitfähigkeit (slippage), Eigenschaft eines Körpers zu gleiten und damit wesentliche Fähigkeit des Schwimmers, die sich aber nicht nur wie bei starren Körpern auf die Form und die glatte Oberfläche beschränkt, sondern auch auf die Sensibilität der Mechanorezeptoren der Haut (→Wassergefühl) und den darauf fußenden sensorischen und reagierenden motorischen Mustern sowie deren Feedbackverwertung (→Feedback). Eine gute…

Gleitfilamenttheorie

Gleitfilamenttheorie (sliding filament theory), 1954 von HUXLEY entwickelte Theorie der Muskelkontraktion, wonach das Sarkomer als funktionelle Grundeinheit des Muskels aus Aktin- und Myosinfilamenten besteht, die durch ein aufeinander folgendes Greifen der Querbrücken ineinander gleiten ohne ihre Länge zu verändern. Auslöser ist ein Nervenimpuls, der ein Aktionspotential bewirkt, das die für die Ankopplung der Myosinköpfchen notwendigen…

Gleitlage

Gleitlage (floating; gliding position), Körperposition beim Schwimmen, wobei eine strömungsgünstige Lage angestrebt werden sollte. →Wasserlage, →Gleiten, →Stirnwiderstand →Gleitfähigkeit

Gleitphase

Gleitphase (gliding phase), griech. phásis „Erscheinung“; „antriebslose“ Phase innerhalb eines Schwimmzyklus oder nach Start oder Wende zwischen Eintauchen/Abstoß und Übergang in die Schwimmbewegung. Im Brustschwimmen folgt die Gleitphase nach dem Tauchzug. Durch eine strömungsgünstige Körperhaltung soll der Geschwindigkeitsverlust minimiert werden. Das setzt eine betonte Körperstreckung voraus, indem die Hände übereinander und der Kopf zwischen den…

Gleitreibung

Gleitreibung (dynamic friction) →Reibungskraft

Glucagon

Glucagon (glucagon), Hormon der Bauchspeicheldrüse, das den Glykogenabbau in der Leber und die Gluconeogenese fördert; damit Gegenspieler des Insulin. Glucagon unterliegt der regulatorischen Anpassung durch Training und aktiviert die Fettverbrennung (→Lipolyse). Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Glucagon - Zugriff 2.06.2019  

Gluconeogenese

Gluconeogenese (gluconeogenesis), körpereigene Synthese von Glucose oder umgekehrter Reaktionsablauf der Glycolyse; hormonell gesteuerte Neubildung von Glucose aus Nicht-Kohlehydraten (→Aminosäuren, →Laktat). Die Gluconeogenese kann auftreten, wenn bei hohen →Belastungen oder durch unzureichende Ernährung (Zufuhr von Kohlehydraten) die Glykogenspeicher erschöpft sind. So ist sie durch lange Ausdauerbelastungen (> 90 min) trainierbar.    Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Gluconeogenese  

Glucose

Glucose (glucose), griech. glykós „süß“; Traubenzucker, Blutzucker, Dextrose, „wichtiger Einfachzucker (Monosaccharid) in Geweben und im Blut. Mehrfachzucker (Polysaccharide) müssen bei Aufnahme alle zu Glucose abgebaut werden, bevor sie energetisch verwertbar sind. Die Aufrechterhaltung von Arbeits- und Leistungsfähigkeit erfordert einen normalen Blutzucker (4-6 mmol/l). Unterzuckerung (Hypoglycämie) führt zur Leistungsabnahme und im Sport bis zum Belastungsabbruch, verursacht…

Glukokortikoide

Glucocorticoide (glucocorticoides), in der Nebennierenrinde gebildete Hormone (→Kortisol, →Kortikosteroide) mit Einfluss auf die Stressreaktion des Körpers. Sie bewirken einen Anstieg der Glucosekonzentration, der freien Fettsäuren und Aminosäuren im Blut sowie des Blutdrucks. Glucocorticoide wirken depressiv auf das Immunsystem und als Medikament entzündungshemmend. Wegen der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung werden sie zu Dopingzwecken missbraucht. Laut Anti-Doping-Code…

Glutamin

Glutamin (glutamin) nicht-essenzielle Aminosäure, die am Eiweiß- und Kohlehydratstoffwechsel der Muskelzelle und vor allem bei Zellen des Immunsystems beteiligt ist. Der Körper kann Glutamin in Leber, Niere, Gehirn und Lunge selbst bilden. Es hält die aufbauenden und abbauenden Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper im Gleichgewicht (Gumpert, s.u.). Eine Substitution im Rahmen von „Sportlertrinks“ (5-20 g G./Tag)…

Glutathion

Glutathion (GSH) (glutathione), lebensnotwendiges, aus drei verschiedenen Aminosäuren bestehendes Eiweiß. Es kann vom Körper selbst produziert und zusätzlich über Lebensmittel (Spinat und Brokkoli) aufgenommen werden. Von der Pharmaindustrie als "Mutter aller Antioxidantien" bezeichent Es wurde nachgewiesen, dass eine Glutathion-Supplementierung den aeroben Stoffwechsel im Skelettmuskel verbessern und die trainingsbedingte Muskelermüdung verringern kann. Eine Glutathion-Supplementierung in einer…

gluteal

gluteal (gluteal), griech. gloutos „Gesäß“; das Gesäß bzw. die Gesäß(Gluteal-)muskeln betreffend  

Gluteus

Gluteus (m. gluteus), griech. gloutos „Gesäß“; Kurzbezeichnung für Gesäßmuskel "Waden sind die halbe Miete und der Gluteus die Kaution" Doltschevita unter https://akademiefuergeiletexte.wordpress.com/eine-seite/ - Zugriff 4.06.2019 Mehr zum Thema (u.a. Übungen): http://de.myprotein.com/thezone/frauen/straffer-po-straffe-schenkel-7-besten-ubungen-gesasmuskulatur/- Zugriff 4.06.2019

Glykämie

Glykämie (glycemia), griech. glykys „süß“, haima „Blut“= „süßes Blut“; Glucosegehalt im Blut, medizinisch meist im Sinne von Hyperglykämie (Überzuckerung). →Logi-Methode, →glykämischer Index Zu Hyperglykämie: https://flexikon.doccheck.com/de/Hyperglyk%C3%A4mie - Zugriff 4.06.2019