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Gambetta-Methode
Gambetta-Methode, Trainingssystem des amerikanischen „Meistertrainers“ Vern Gambetta (2007), das den Regeln der Funktionsgymnastik folgt:
Ganzkörperanzug
Ganzkörperanzug (fastskin, bodysuits), Kleidungsstück, das Körper und Gesicht vollständig bedeckt, im Sport bekannt als verschiedenste Arten von Kompressionsbekleidungen (Strümpfe, Shorts, Tights und Ganzkörperanzüge), deren allgemeiner Nutzen im Leistungssport wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist (Sperlich et al. 2011). Zu ähnlichen Erkenntnissen gelang man zunächst auch im Schwimmen (Stager et al. 2000). Doch mit der Weiterentwicklung der Anzüge…
Ganzkörperbewegung
Ganzkörperbewegung (whole-body movement), auf dem Zusammenwirken von Armen, Beinen und Rumpf fußende Bewegungsausführung mit bis 240 Freiheitsgraden der Gelenksysteme. Auch im Schwimmen ist der gesamte Körper beteiligt, beginnend mit dem Kopf (→Atmung, →Wasserlage) bis zu den Füßen (→Auftrieb, →Beinbewegung). Der Rumpf spielt in zweierlei Hinsicht eine tragende Rolle: bei den Schwimmarten mit ausgeprägter Wellenbewegung (Delfinschwimmen,…
Ganzkörperkältetherapie
Ganzkörperkältetherapie (total body cryotherapy), auch Kälteapplikation. In Japan entwickelte Methode, die bei Rheumapatienten mit Schmerzen in den Gelenken angewandt wurde. Die Patienten halten sich kurzfristig (bis 3 Minuten) bei Temperaturen um -110° Celsius Therapie in einer Kältekammer auf zur Behandlung verschiedener Erkrankungen (chronisch entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, weichteilrheumatische Erkrankungen, kollagenose (Bindegewebe betreffende) Autoimmunerkrankungen, Migräne, chronische…
Ganzlernmethode
Ganzlernmethode (whole-learning method), Vorgehensweise vom Ganzen zu den Teilen (Gegensatz: Teillernmethode, Zergliederungsmethode), z.B. beim Lesen wird erst das Wort als Ganzes im Bild erfasst und nicht Buchstabe für Buchstabe, wobei die meisten Studien mit der Ganzheitsmethode keine besseren Resultate nachweisen als synthetische Verfahren. Die Meinungen unter den Pädagogen sind kontrovers. Beim Erlernen der Schwimmarten verkürzt…
Ganztagsschule
Ganztagsschule (all-day school), Schule im Primar- oder Sekundarbereich I, die den Schülern über den Vormittagsunterricht hinaus an mindestens drei Tagen ein ganztägliches Angebot von mindestens 7 Stunden mit einem Mittagessen macht. Die Nachmittagsangebote sollen im konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen ohne zu einem Mehr an „Beschulung“ zu führen. Eher sollte die außerschulische Lebenswelt mit…
Garantenpflicht
Garantenpflicht (guarantor obligation), Begriff aus dem Strafrecht, auch Garantenstellung. Dazu heißt es im Strafgesetzbuch §13; Wer es unterlässt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach diesem Gesetz nur dann strafbar, wenn er rechtlich dafür einzustehen hat, dass der Erfolg nicht eintritt, und wenn das Unterlassen der Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestandes durch…
Gasstoffwechsel
Gasstoffwechsel (gas metabolism), Beteiligung der Gase am Stoffwechsel im Rahmen der inneren und äußeren Atmung, indem durch Sauerstoff-Verbrauch und Kohlendioxid-Bildung Energie gewonnen wird. Der Austausch erfolgt in den Alveolen mit einer Kapillaroberfläche von etwa 70 m2 (→Diffusion). Treibende Kräfte sind dabei das Gefälle des Partialdrucks von Sauerstoff und Kohlendioxid. Der Gasstoffwechsel wird in der Funktionsdiagnostik…
Gebärdensprache
Gebärdensprache (sign language), eigenständige, visuell wahrnehmbare Sprache, die insbesondere von gehörlosen und stark schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird. Gebärdensprache besteht aus kombinierten Zeichen (Gebärden), die vor allem mit den Händen, in Verbindung mit Mimik und Mundbild (lautlos gesprochene Wörter oder Silben) und im Kontext mit der Körperhaltung gebildet werden. Bei der taktilen Gebärdensprache für…
Gedächtnis
Gedächtnis (memory), Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu speichern und abzurufen. Dazu zählen auch Bewegungsmuster. Es werden drei Gedächtnisbereiche unterschieden: Ultrakurzzeit (sensorisches) - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und sehr geringer Speicherdauer (max. 2 Sekunden), Kurzzeit – Gedächtnis (Arbeitsgedächtnis) mit begrenzter Speicherkapazität und Speicherdauer bis zu einer halben Minute, Langzeit - Gedächtnis mit großer Speicherkapazität und Speicherdauer…
Gedächtnis, deklaratives
Gedächtnis, deklaratives (declarative memory), lat. declaratio „Kundmachung, Offenbarung“; auch „Wissensgedächtnis“ oder explizites Gedächtnis, das Tatsachen und Ereignisse speichert, die bewusst wiedergegeben werden können. Dazu zählen von der Person unabhängige, allgemeine Fakten (= semantisches Gedächtnis, Allgemeinwissen) und eigene Erlebnisse (= episodisches Gedächtnis).
Gedächtnis, prozedurales
Gedächtnis, prozedurales (procedural memory), auch implizites Gedächtnis oder Verhaltensgedächtnis, Teil des Langzeitgedächtnisses, das Fertigkeiten beinhaltet, die automatisch, ohne Nachdenken eingesetzt werden, wie z.B. motorische Abläufe wie Tanzen, Schwimmen, Radfahren (→Bewegungsgedächtnis).
Gedanken
Gedanken (conception), Teil oder Ergebnis des Denkens (Logik), „letzte Erlebniseinheiten unserer Denkerlebnisse“ (Bühler. K.: Sprachtheorie. Fischer, Jena 1934). →Gedankenstopp, →mentale, Stärke Ein immer wieder bemerkenswertes Verhalten amerikanischer Schwimmer zeigt sich in der Umkehrung negativer Gedanken in positive. Dabei ist nicht was passiert, entscheidend, sondern die persönliche Betrachtungsweise dessen. Diese Einstellung hat entscheidenden Einfluss darauf, wie etwas…
Gedankenstopp
Gedankenstopp (stop thinking), Technik in der Verhaltenstherapie zur Unterdrückung unerwünschter, störender oder ablenkender Gedanken durch ein Kommando („Stopp!“) oder eine vereinbarte →Bewegung. Da man sich in negativen Gedankenschleifen leicht verlieren und damit die Stimmung vermiesen kann, ist deren Stopp angeraten. Durch Gedankenstopp soll das „Abschalten“ vor hohen psychischen →Belastungen, wie →Wettkämpfen unterstützt werden. Man löst…