Interdisziplinarität

31. Mai 2017 I 0

Interdisziplinarität (interdisciplinarity), „die Eigenschaft einer Wissenschaft, Ansätze, Denkweisen oder zumindest die Methoden einer anderen Fachrichtung zu nutzen“ (Wikipedia). Interdisziplinarität ist ein besonderes Anliegen der Trainingswissenschaft als integrative Wissenschaft.

Eine Reihe sportwissenschaftlicher Disziplinen wie Sportmedizin, Sportbiomechanik, Sportmotorik, Sportpsychologie, Sportpädagogik, Sportgeschichte, Sportsoziologie, Sportphilosophie (Sportethik) haben sich etabliert und in gut funktionierenden nationalen und internationalen wissenschaftliche Organisationen zusammengeschlossen. Neue Entwicklungen sind einzuordnen, wie Sport und Ökonomie, Sport und Technologie, Sport und Umwelt, Sport und Freizeit, Sport und Medien. Dabei gibt es noch eine Reihe „offener Baustellen“. So bleibt es theoretisch strittig, was Interdisziplinarität ist: Betont man die Einheit des Gegenstandes oder die Vielheit der Paradigmen? Welche Schrittfolge ist zu gehen? Bemüht man sich sachlich und organisatorisch zunächst um disziplinäre Zugänge und danach in einem weiteren Schritt um Vernetzung zur Interdisziplinarität? Vielleicht verlangt bereits heute und zukünftig noch stärker die disziplinäre Thematisierung eines Aspektes des Gegenstands ein viel größeres Verständnis des gesamten Gegenstands der Sportwissenschaft.“  (Krug, J. 2013).

Die Zusammenarbeit von Trainer, Sportmediziner, Sportpsychologen, Biomechaniker, Ernährungswissenschaftler, Laufbahnberater dokumentiert die Interdisziplinarität als Grundlage herausragender sportlicher Leistungen.

Interdisziplinarität der Trainingswissenschaft (nach Hohmann, Lames & Letzelter, 2002, S.20)

 

Interdisziplinär heißt meist bloß „undiszipliniert multidisziplinär“. Gerhard Kocher (*1939), Dr. rer. pol., Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

 


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