Sportethik

12. November 2017 S 0

Sportethik (ethics of sport), auf den Sport bezogenes Spezialgebiet der Ethik als Theorie von der Moral, „welche die dem menschlichen Handeln in Sport und Sportwissenschaft zugrundeliegenden moralischen Normen und Prinzipien kritisch reflektiert und begründet…Die Sportethik vereinigt in sich individual-ethische und sozialethische Aspekte. Auf der Akteursebene stehen das moralisch richtige und gute Handeln der am Sport direkt oder indirekt Beteiligten (Sportler, Trainer etc.), d. h. insbesondere die Regelbefolgungspraxis und Fairneßfragen im Vordergrund. Auf der Ebene der Sozialethik stellen sich unmittelbar institutionenethische Fragen wie z.B. die Frage nach der Legitimierung des Dopingverbots oder Probleme des Kinderhochleistungssports. Hier werden die Strukturen von Sport und Sportwissenschaft (Regelkodizes/-implementierung, Wissenschaftsethik) sowie die Einbettung und Rolle des Sports im gesamtgesellschaftlichen bzw. globalen Zusammenhang kritisch reflektiert (Umweltfragen, Körperkultur, Legitimation des Sports). Die Ebenen können jedoch teilweise überlappen, insofern z.B. Doping sowohl individual- als auch institutionenethisch betrachtet werden kann. Klassische Problemfelder des vorwiegend individualethisch geführten Sportethikdiskurses sind die Zunahme an Gewalt (Foulspiel, Zuschauerkrawalle) und Betrugshandlungen (Schwalbe, Doping, Rundenabsprachen). In jüngerer Zeit findet eine Ausdifferenzierung statt durch Reflexionen zum Trainerethos, zu tier- und umweltethischen Problemen sowie zu leibökologischen Fragen des nachhaltigen Körperumgangs und Wandels der Körperverhältnisse.“  (Claudia Pawlenka: http://www.information-philosophie.de/?a=1&t=2911&n=2&y=1&c=76 ).→Fairplay,Lebensführung, →Instrumentalisierung des Sports,Kommerzialisierung, →Aggresivität bis zur Sportgeschichte.

 


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