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Begriff

Katecholamine

Katecholamine/Katechin (catecholamines), Gruppe von körpereigenen Hormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin) und Arzneistoffen (Isoprenatin, Dobutamin und Dopexamin). Die körpereigenen (biogenen) Hormone werden im Nebennierenmark (Teil der →Nebennierenrinde) gebildet und mit zunehmender Belastung verstärkt ausgeschüttet (Stressregulation). →Muskelfasertypen, →Stress

Bei mehrstündigen Ausdauerbelastungen kommt es zur dreifach höheren Katecholaminkonzentration im Blut. Katecholamine steigern die Leistungsfähigkeit von Kreislauf, Energieumsatz und der nervalen Reaktionsfähigkeit (Engelhardt & Neumann,1994). Adrenalin und Noradrenalin stimulieren das sympathoadrenerge System (SAS = Verbindung zwischen sympathischen Nervensystem und Nebennierenmark), das unter anderem das Herz-Kreislauf-System und den Energiestoffwechsel reguliert und so wesentlich die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflusst. Unklar ist derzeit die diagnostische Bedeutung der Katecholamine in Zusammenhang mit Übertraining und der Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Strobel, 2002). Ausdauersportler zeigen als Reaktion auf intensive Bewegung eine höhere Adrenalinreaktion auf Bewegung als untrainierten Probanden (Zouhal et al. 2008). Dieses Phänomen wird als „Sportnebennierenmark“ bezeichnet.

Über den Zusammenhang zwischen Katecholaminen und Laktat gibt es in der aktuellen Literatur derzeit unterschiedliche Theorien. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass ein Zusammenhang besteht und die Katecholamine vor dem Laktat ansteigen. Um zu hohe Katecholaminwerte und damit Stress zu vermeiden sind niedrigere Laktatwerte erhöhten Werten eindeutig vorzuziehen (Blatzheim, 2011).

Quellen

  • Engelhardt & Neumann (1994). Sportmedizin – Grundlagen für alle Sportarten. München: BLV Verlagsgesellschaft mbH 1994 Zur Quelle
  • Strobel, G. (2002). Sympathoadrenerges System und Katecholamine im Sport. Dt. Z. F. Sportmedizin 3 (53), 84/85 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • HormoneGriech. ὁρμᾶν hormān „antreiben, erregen“ …
  • AdrenalinLat. ad ‚an‘ und ren ‚Niere‘, auch als Medikament Epinephrin …
  • NoradrenalinHormon aus der Gruppe der Katecholamine …
  • DopaminNeurotransmitter aus der Gruppe der Katecholamine, auch als „Glückshormon“ bekannt …
  • Nebennierenrindeäußerer Anteil der Nebenniere mit wichtiger hormoneller Funktion …
  • BelastungVielseitig verwendeter Begriff, der im Sport sowohl die Beanspruchung im Training …
  • StresshormoneGlucocorticoide
  • MuskelfasertypenJe nach Kontraktions- und Stoffwechselverhalten der Muskelfasern …
  • AmenorrhöGriech. von a-men-rhoe = "ohne-Monat-Fluss" …
  • BiokatalysatorMolekül (meistens Enzym), das biologische Vorgänge beschleunigt …
  • Herzrhythmusstörung(cardiac rhythm disturbance), Abweichungen vom normalen Herzrhythmus …
  • Langzeitgedächtnis(long-term memory), Wissensspeicher des Menschen mit praktisch unbegrenzter …

Schlagwörter

Überarbeitet am 6. Juni 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Katecholamine. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/katecholamine/ (abgerufen am 4. Oktober 2026).