Nervenfaser

05. Januar 2021 N 0

Nervenfaser (nerve fibre), Fortsatz einer Nervenzelle, der Impulse leitet, Axon. Nervenfasern werden unterschieden nach Richtung der Erregungsleitung (afferent oder efferent), nach der Stärke der Markscheiden (Myelinscheiden) und davon abhängig der Nervenleitgeschwindigkeit sowie nach ihrer Wirkung (sensibel, motorisch, vegetativ). Nervenfasern verbinden verschiedene Regionen des Gehirns miteinander, einmal innerhalb einer Gehirnhälfte (intra-kortikale Verbindungen), zum anderen zwischen den beiden Gehirnhälften indem Informationen von der einen Gehirnhälfte in die andere übermittelt werden. →Nervensystem, →Nervenbahn, →Reflexbogen, →motorische Einheit

Im Sport können Überlastungsschäden neben dem muskuloskeletalen Apparat auch periphere Nerven zum Beispiel im Rahmen von Engpasssyndromen betreffen (Reuter & Mehnert, 2012). Weniger bekannt  als die typischen peripheren Überlastungsschäden (zum Beispiel Engpasssyndrome am Handgelenk bei Radfahrern oder an der Schulter bei Wurfsportarten) sind überlastungsinduzierte zentrale Schädigungen wie die vermutlich ischämisch (unzureichend durchblutet) bedingte Surfer-Knochenmarkerkrankung (Myelopathie) im Rückenmark oder die Tonusstörung (Dystonie) des Fußes bei Läufern, die noch häufig unerkannt bleiben. Letztere lassen sich ebenso wie die in vielen Sportarten  auftretenden plötzlichen unwillkürlichen, ruckartigen Muskelzuckungen („Golfer-Krankheit“/Yips) den zentral bedingten herdförmigen (fokalen) Dystonien zuordnen, bei deren Genese neben Überbeanspruchung auch genetische und erworbene Faktoren eine Rolle spielen (Reinsberger 2018).

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