Open window-Effekt

20. Februar 2021 O 0

„Open window“ („offenes Fenster“), Phänomen, das die größere Störanfälligkeit des Immunsystems nach hohen Belastungen umschreibt. Da einige Immunparameter (Granulozyten, Lymphozyten) bei Belastung zunächst zunehmen, danach aber erheblich abfallen, ist hier „das Fenster geöffnet“ für grippale Infekte. Besonders kritisch ist das, wenn Sportler ungenügend erholt an den Start gehen, z.B. nach Infekten. Hier sollte der Trainer dem „open window“ durch die „closed door“ entgegenwirken. Durch aktive Erholung und gezielte Regeneration lässt sich die immunologische Reaktion positiv beeinflussen (Scharhag et al. 2003).

Bei Ausdauerathleten korrelieren die akuten Infektionsereignisse häufig stark mit Extrembelastungen. Man nennt die ersten Stunden nach einer intensiven Belastung das ›open window‹, weil – häufig durch ein stark gereiztes Schleimhautepithel in den oberen Atemwegen – die natürliche erste Barriere der Immunabwehr geschwächt ist und damit ein Fenster für Erreger geöffnet wird. Betrachtet man aber die Infektionshäufigkeit über das ganze Jahr, so sind Leistungssportler eher weniger krank als die Durchschnittsbevölkerung.« (Bloch, W.: Sport – wie eine Impfung für das Immunsystem. Dt. Z. f. Sportmedizin, Oktober 2016)

Mehr zum Thema: https://www.loges.de/service/magazin/der-open-window-effekt/ -Zugriff 20.02.21

 


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