Öffnet in einem neuen Tab

Begriff

Serum

Serum (serum), flüssiger Bestandteil des Blutes (→Blutserum) ohne die zellulären Elemente (Blutplasma minus Fibrinogen), auch Bezeichnung für Impfstoff.

Veränderungen im Blutserum werden in der Sportmedizin als Indikatoren für Belastungsreaktionen genutzt. So kann eine Analyse von Bestandteilen im Serum wie Proteine, Enzyme, Wachstumsfaktoren, Cytokine (das Immunsystem beeinflussende Proteine) Hinweise auf die Wirksamkeit des Trainings geben. Bereits 1976 wurden bei Schwimmern nach einem Höhentraining im Serum signifikante Erhöhungen der Eisen– und Kupferstoffwechselgrößen sowie des α2HS-Glykoproteins und Β1A-Globulins beobachtet (Haralambie et al. 1976). Das Verhalten von Harnstoff und Kreatinkinase (CK) im Serum gibt wichtige Informationen zur Belastungssteuerung. Ein niedriger Serum–Ferritinspiegel (Eisen) beeinträchtigt die Ausdauerleistungsfähigkeit, besonders unter Höhenbedingungen.

Beispiele:

  • Bei Schwimmern wurden weder die Qualität noch die Quantität des Schlafs durch unterschiedliche Trainingsbelastungen beeinflusst. Von den biochemischen Markern für Müdigkeit spiegelte die CK-Aktivität im Basisplasma die physiologische Reaktion auf die Trainingsbelastung am besten wider (Surala et al. 2023).
  • Nach Serumproben von 103 Elite- und 84 Sub-Elite-Schwimmern in China identifizierten Cai et al. (2022) zehn Metabolit-Biomarker, die zwischen Elite- und Sub-Elite-Schwimmern unterschiedlich stark exprimiert werden. Die Unterschiede könnten auf das genetische oder sportliche Niveau der beiden Kohorten zurückzuführen sein.

Mehr zum Thema

Quellen

  • Cai, Wu, Jing, Shen, He, Wang, Guo, Yan, Yan, X. & Yang, R. (2022). Blood metabolomics analysis identifies differential serum metabolites in elite and sub-elite swimmers. 13, 858-869 Zur Quelle
  • Haralambie, Keul & Theumert (1976). Protein-, Eisen- und Kupfer-Veränderungen im Serum bei Schwimmern vor und nach Höhentraining. European Journal of Applied Physiology and Occupational Physiology March 1976, Volume 35, Issue 1, pp 21–31 Zur Quelle
  • Surala, Malczewska-Lenczowska, Sitkowski, Witek & Slominski (2023). Effect of training load on sleep parameters and biochemical fatigue markers in elite swimmers. Biology of Sport (40)4,1229-1237 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • BlutserumFlüssiger Anteil des Blutes ohne Gerinnungsfaktor Fibrinogen …
  • BlutplasmaFlüssiger Anteil des Blutes, der nach Entfernen der Blutkörperchen …
  • BelastungsverträglichkeitBelastbarkeit
  • AnalyseGriech. analysis „Auflösung“; Zerlegung, Zergliederung eines Ganzen in seine Teile als …
  • ProteinGriech. proteios für ‚grundlegend‘ und ‚vorrangig‘; polymere Substanz (Aminosäuren) …
  • EnzymeGriech. en „in“ + zymē „Gärungsmittel, Sauerteig“ …
  • Wachstumsfaktoren (GF)In der Biologie Wachstum auslösende oder fördernde Stoffe wie …
  • Training„systematische und zielgerichtete Herausbildung und Verbesserung von Handlungskompetenz …
  • BelastungsmonitoringVon Monitoring = Beobachtung, Überwachung …
  • Stress, oxidativerDurch freie Radikale verursachte Alterung der Körperzellen (Zelle) …
Überarbeitet am 4. Februar 2024Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2024). Serum. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/serum/ (abgerufen am 16. Oktober 2026).