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Begriff

Sprungkraft

Sprungkraft (jump strength), wichtige Kategorie der Schnellkraft oder auch als „Schnelligkeit bei nichtreaktiven oder reaktiven Bewegungen“ bezeichnet. Die Sprungkraft hängt dabei von der Voraktivierung des Muskels (Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), vom Muskelfasertyp, seiner Ausgangslänge und der Dehnungsgeschwindigkeit ab (Voss et al. 2007). Auch plyometrisches Aufwärmtrainings mit unterschiedlichen Widerständen verbesserte die Sprungleistung im Sinne einer Potenzierung der Aktivierung (Harmanci et al. 2024). →Sprunghöhe, →Startkraft, →Reaktivkraft

Im Schwimmen ist die Sprungkraft bedeutsam für Absprünge, wie beim Startsprung im Schwimmen oder dem Abstoß bei der Wende. Sie kann durch kombiniertes startsprungspezifisches Maximalkraft-, Explosivkraft– und Schnelligkeitstraining verbessert werden (Hohmann et al. 2010, Loturco et al. 2016).

Die Bodenreaktionskräfte und Kraftstöße können mit Hilfe eines mit DMS-Sensoren bestückten Messstartblocks (Messplatz Start) aufgezeichnet werden (Kibele, Universität Kassel). Erste Untersuchungen ergaben, dass ein höherer maximaler horizontaler Kraftwert nicht automatisch mit einem größeren horizontalen Impuls einherging, was in der schwierigen koordinativen Umsetzung begründet liegen könnte, da Anschwung- und Absprungphase koordinativ so gestalten werden müssen, dass die am Startblock erzeugten Bodenreaktionskräfte über einen möglichst langen Zeitraum wirken (ebenda).

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Quellen

  • Harmanci, Demirel, Koç & Tekin (2024). Effects of plyometric warm-up performed with different resistances on jumping performance as post-activation potentiation. Journal of Human Sport & Exercise, 19 (4), 1130-1138. Zugriff am 16.12.2024 unter https://doi.org/10.55860/6n4vq665 DOI Zur Quelle
  • Voss, Witt & Werthner (2007). Schnelligkeitstraining. Aachen: Meyer & Meyer Zur Quelle
Überarbeitet am 23. Dezember 2024Autor: Klaus Rudolph