Über-Ich (super ego), in der Psychoanalyse (nach FREUD) die dritte Persönlichkeitsinstanz neben dem Ich und dem Es, das die moralischen Maßstäbe, Werte und Einstellungen vertritt. Das Über-Ich hat gegenüber dem Ich die Rolle des Richters, gegenüber dem Es die des Zensors. Das Über-Ich entwickelt sich etwa ab dem 3. Lebensjahr, indem Wertungen und Anforderungen des sozialen Umfeldes, insbesondere der Eltern, verinnerlicht werden. Konflikte zwischen dem Über-Ich, Ich und Es können zu Depressionen, Phobien, Neurosen führen (Gymnich, 2005)
Begriff
Über-Ich
Verwandte Begriffe
- Psychoanalyse1. von FREUD 1896 eingeführte Methode der Psychotherapie …
- IchNach der Psychoanalyse von Freud der Kern der Persönlichkeit …
- EsAus der Psychoanalyse, nach dem FREUDschen Persönlichkeitsmodell …
- MoralLat. mos, mores „Sitte, Sitten“; von der Gesellschaft anerkanntes Norm- und Wertesystem …
- Wert, sozialerGesellschaftlich bedingte Handlungs- und Verhaltensorientierung …
- EinstellungIn der Psychologie nicht eindeutig beschriebener Begriff: Haltung eines …
- UmfeldDie Gesamtheit der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen …
- ElternMutter und Vater (auch gleichgeschlechtlich möglich) als Verwandte ersten Grades.
- LustprinzipNach der Freud’schen Psychoanalyse Grundprinzip von Handlungen unter dem …
Schlagwörter
Zitiervorschlag
Rudolph, K. (2017). Über-Ich. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/ueber-ich/ (abgerufen am 19. Oktober 2026).