Verwringung

11. August 2017 V 0

Verwringung (writhe), als Knotentheorie Teilgebiet der Mathematik.

In der Biomechanik die schraubenförmige Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander zur Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein und umgekehrt. Als aktive Form des Rumpfeinsatzes werden durch die Verwringung große Muskelgruppen optimal auf schnellkräftige Kontraktionen vorbereitet, wie z.B. bei Wurf- und Schlagbewegungen. →Rumpfbeugung, →Rotation, →Torsion

Bei den alternierenden Schwimmtechniken verläuft die Rumpfbewegung differenziert. So wird zwischen Rollbewegung (synchrone Bewegung von Becken- und Schulterachse) und Verwringungstechnik (alternierende Bewegung beider Achsen) unterschieden. Beim Freistilschwimmen verringern sich mit steigender Geschwindigkeit die Rotationsamplituden (Yanai 2003; Castro et al. 2005), während die Bedeutung der Verwringungstechnik mit steigender Schwimmgeschwindigkeit zunimmt (Witt et al. 2016). Während des Atmens rollen Schultern und Hüften signifikant mehr zur Atmungsseite, während der Gesamtwinkel der Körperrollen zwischen atmenden und nicht atmenden Versuchen nicht signifikant unterschiedlich ist (Psycharakis & McCabe 2011). Das einseitige Atmungsmuster ist aber beim Kraulen von Natur aus asymmetrisch, weswegen die zweiseitige Atmung bevorzugt werden sollte (Barber & Barden 2014).

Ein effektiver Einsatz der Verwringungstechnik setzt eine gut entwickelte Kraulen Rumpfkraftund Rumpfbeweglichkeit voraus (Witt et al. 2016)


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