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Begriff

Resistenz

Resistenz (resistance), lat. resistentia für „Widerstand“; Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen schädigende Umwelteinflüsse und bestimmte Wirkstoffe (z.B. Antibiotikaresistenz), aber auch Widerstand, Protest von Personen oder Gruppen. Personen mit erhöhter körperlicher und psychischer Belastbarkeit verfügen über mehr Stressresistenz. Sie betrachten die Stresssituation als Herausforderung, die aktivierend und anregend wirkt. →Immunsystem, →Resilienz, →Stress

Ein von Kaluza (2015) entwickeltes Stresskompetenz-Modell („Das 3 × 4 der individuellen Stresskompetenz“) unterscheidet zwischen einer instrumentellen, einer mentalen und einer regenerativen Stresskompetenz. Da im Leistungssport chronische Belastungen aus der Verknüpfung von Sport- und Bildungskarriere zunehmen, haben Sallen & Richartz (2014) ein pädagogisch-psychologisches Stress-Resistenz-Training für Leistungssportler als Gruppeninterventionsprogramm entwickelt. Das Interesse von Jugendlichen an Eliteschulen des Sports spricht dafür, Anti-Stress-Training als Bestandteil in die Palette der institutionalisierten Wahlangebote zur Gesundheitsförderung an Sportinternaten, sportbetonten Schulen und Olympiastützpunkten zu integrieren. In schwierigen Situationen reagierten die Probanden weniger intensiv und anhaltend mit Stress.

Nicht weniger wichtig ist im Leistungssport die Ermüdungsresistenz gegenüber Trainings– und Wettkampfbelastungen. Diese fußt auf einen ganzen Komplex von Fähigkeiten, die je nach Sportart und Belastung mit unterschiedlicher Wertigkeit die Ermüdung beeinflussen (von konditionellen Fähigkeiten, z.B. ermüdungsresistenten Muskelfasern, über technischen Unzulänglichkeiten bis zum Energiemangelzustand).

Durch einen Vergleich der Wettkampfleistung mit Testleistungen im Unterdistanzbereich kann ein Ermüdungsindex nach folgender Formel berechnet werden (Schnabel et al. 2008, S.188):

EI = ts – n  ∙  tKA

Legende: tS = aktuelle Wettkampf-Bestzeit, n = Quotient aus Länge der Wettkampfstrecke und Länge der Unterdistanz, tKA = aktuelle Bestzeit für die kürzere Kontrollstrecke

Der  Ermüdungsindex (EI) ist ein Indikator für die wettkampfspezifische Ausdauer.

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Quellen

  • Kaluza, G. (2015). Stressbewältigung. Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Berlin: Springer Zur Quelle
  • Sallen & Richartz (2014). Training zur Verbesserung der Resistenz gegen chronischen Stress im Spitzensport: Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Gruppeninterventionsprogramms. BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2013/14, 1-6 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • OrganismusLebendiges System (Lebewesen) oder übertragen soziales Gebilde als funktionierende …
  • BelastbarkeitFähigkeit des Organismus, Belastungen ohne gesundheitliche Störungen zu …
  • ImmunsystemAus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende …
  • ResilienzLat. resilire „zurückspringen ‚abprallen“ …
  • StressEngl. für Belastung oder Druck; Störung des Gleichgewichts (Homöostase) durch physische …
  • LeistungssportSport, der nach einem Regelwerk (Wettkampfbestimmungen) und …
  • Karriere, dualeEine aus zwei Einheiten bestehende Karriere, z.B. Schule und Beruf …
  • InteresseLat.: inter „zwischen, inmitten“ und esse „sein“ …
  • KreuzadaptationMittelbare Adaptation neben der direkten Adaptation …
Überarbeitet am 13. Januar 2023Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2023). Resistenz. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/resistenz/ (abgerufen am 6. Oktober 2026).