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Begriff

Randomisation

Randomisation (randomization), Begriff aus dem Englischen (random = wahllos, willkürlich), in der Statistik für die Auswahl einer zufälligen Gruppe aus einer Gesamtheit (Zufallsauswahl). →Gütekriterien

Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT) zählt für experimentelle Studien als „Goldstandard“ eines Studiendesigns. Dabei wird unter „kontrolliert“ der Einsatz von Experimental– und Kontrollgruppen verstanden.  Wissen sowohl der Proband selbst als auch die Versuchsleiter nicht, wer zu einer dieser Gruppen gehört, dann spricht man von doppelt verblindeter Studie.

Zweck der Randomisierung ist

  1. die Einflussnahme des Untersuchers (Befangenheit) auf die Zuordnung einer Behandlung und dadurch auf die Studienergebnisse auszuschließen und
  2. die gleichmäßige Verteilung von bekannten und nicht bekannten Einflussfaktoren auf alle Gruppen sicherzustellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Randomisierte_kontrollierte_Studie – Zugriff 14.10.22).

Beispiel: Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie untersuchte 25 US-amerikanische Profi-Footballspieler während eines 28-tägigen Kraft– und Koordinationstrainings. Diejenigen Athleten, die 15 g Kreatin täglich erhielten, wiesen signifikant bessere Ergebnisse für das Bankdrücken sowie den totalen Arbeitsumsatz im Rahmen von 6-Sekundensprints im Vergleich zu den Teilnehmern auf, welche Placebo erhielten (Kreider et al. Effects of creatine supplementation on body composition, strength, and sprint performance. Med Sci Sports Exerc 30 (1998) 73-82.).

In manchen Fällen muss aus ethischen Gründen (z. B. Unzumutbarkeit einer Placebo-Behandlung bei schwerer Erkrankung) auf eine Randomisierung verzichtet werden. Das trifft auch auf den Sport zu, wenn ein Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit zu sportlicher Leistungseinbuße bis zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Deshalb ist der Leistungssport mangels Kontrollgruppen oft auf Fallbeispiele (Meisterlehren) angewiesen.

Verwandte Begriffe

  • StatistikLat. status „Stand, Beschaffenheit, Umstände, Verfassung“ …
  • GütekriterienMerkmale, die die Sicherheit (Wissenschaftlichkeit) eines Tests …
  • ExperimentLat. experimentum „Versuch, Beweis, Prüfung, Probe“ …
  • ExperimentalgruppeAuch Versuchsgruppe.
  • KontrollgruppeIm Interesse der Objektivität werden bei sozialpsychologischen und …
  • KrafttrainingTraining zur Steigerung der Kraftfähigkeiten oder zur Erhöhung der …
  • KoordinationstrainingTraining zur Verbesserung allgemeiner …
  • KreatinGriech.kreas „Fleisch“; Aminosäure, die der Körper selbst herstellt.
  • Hochvolumiges Training (HVT)Hochvolumiges-Training/ Volumentraining (HVT) (high volume training) …

Schlagwörter

Überarbeitet am 14. Oktober 2022Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). Randomisation. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/randomisation/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).