Rivalität

07. Juli 2017 R 0

Rivalität (rivalry), lat. rivalis „Nebenbuhler“; gesteigerte Form der Konkurrenz, Gegnerschaft, Erscheinungsform unter Tieren (Paarungsverhalten, Rangordnung) und in der menschlichen Gesellschaft. Geht man davon aus, dass das menschliche und das Schimpansen-Genom sich zu 98,8 Prozent gleichen, dann lassen sich bestimmte Parallelen erklären. Nur dass die Rivalität unter Menschen „dank“ ihrer Intelligenz besonders verwerfliche Formen annimmt (von den Heuschrecken im Finanzwesen über den amerikanischen Wahlkampf bis zum alltäglichen Mobbing).

Rivalität ist im Sport durch den Wettbewerbsgedanken und damit dem Umstand, dass es nur einen Sieger geben kann, eine erhebliche Triebkraft. Sie beginnt bereits im Nachwuchstraining, wo jeder der Bessere sein will und ist als gesunde Rivalität zu fördern. Ist sie aber mit Hass, Rachegefühlen und Vergeltungsabsichten verbunden, dann sollte der Trainer dagegen einschreiten. Viele Sportler-Paarungen sind als Rivalen in die Sportgeschichte eingegangen (Hamilton vs. Rosberg und so lang ihre Konkurrenz fair verlief in allen Ehren. Wenn aber eine Eisläuferin ihre Konkurrentin mit einer Eisenstange außer Gefecht setzen lässt, um zu olympischen Gold zu gelangen, dann zeigt sich hier die hässliche Fratze der Rivalität (Beispiel Tonya Harding vs. Nancy Kerrigan 1994). →Ehrenkodex, →Fairness


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