Fluktuation

19. April 2017 F 0

Fluktuation (fluctuation), Wechsel, Schwankung; vielseitig verwendeter Begriff, von Geschwindigkeitsänderung (Biomechanik) bis Flüssigkeitsbewegung unter der Haut (Medizin); am meisten gebraucht in der Soziologie als Summe der Zu- und Abgänge von Personen aus einer sozialen Gesamtheit (im Sport Verband, Verein, Trainingsgruppe, Nationalmannschaft bis zu Zuschauern usw..).

Die Fluktuation hemmt eine langfristige und systematische Entwicklung, so kann ein ständiger Trainerwechsel der Leistungsentwicklung von Sportlern oder Trainingsgruppen schaden. Fluktuation im Sport betrifft Sportler, wie Trainer und Funktionäre gleichermaßen. Wir haben im DSV einen ständigen Bestand an etwa 300 A-Lizenztrainern, obwohl kontinuierlich aller zwei Jahre etwa 30 ausgebildet werden. Die hohe Fluktuation bei den Trainern ist ihrer unbefriedigenden sozialen Situation im deutschen Sport geschuldet. Bei den Sportlern ist besonders im Übergang vom Kinder- zum Jugendbereich die Fluktuation in den Vereinen sehr groß, weil die Jugendlichen nicht mehr unbedingt den Sport betreiben wollen, den ihnen die Eltern ausgesucht hatten oder eine andere Interessenlage mit dem Leistungssport kollidiert. →Dropout
Vereine und Verbände sind von einer natürlichen Fluktuation ihrer Mitglieder gezeichnet. So nimmt im DSV die Zahl der Mitglieder mit Schulbeginn beträchtlich zu und fällt dann zum Jugendalter und zum Erwachsenenalter fast um zwei Drittel ab. Die geringe Zahl an Zugänge in den späteren Altersstufen kann diesen Prozess nicht aufhalten (s. Abb.).

Anzahl der Mitglieder pro Alter nach Altersgruppen im DSV (Quelle: Statistische Erhebung 2018)

 


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