Isolation

31. Mai 2017 I 0

Isolation/Isolierung (isolation), lat. insula „Insel“; vielfach gebrauchter Begriff in der Biologie (Unterbrechung des Genaustausches bei der Fortpflanzung), in der klinischen Medizin, in der Molekularbiologie und in der Sozialpsychologie. Unter sozialer Isolation versteht man die Absonderung von Menschen oder Mangel an Sozialkontakt mit Resignation oder Aggression als mögliche Begleiterscheinungen. Entscheidender Auslöser ist die Möglichkeit (exogene Faktoren wie soziale Risikogruppe) oder das Bedürfnis eines Menschen (endogene Faktoren „Einzelgänger“, „Außenseiter“) am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. →Abwehrmechanismus

Durch Sport in Vereinen und Verbänden entwickeln sich neue Kontakte und soziale Isolation wird vermieden. Das betrifft besonders den Alterssport, da der Alterungsprozess oft von Multimorbidität und sozialer Isolation begleitet ist. Auch in der Sozialarbeit ermöglichen Sportangebote Begegnungen auf einer neuen Basis und befördern hierdurch Inklusion. Sie wirken sich positiv auf die Selbstkonzeptentwicklung von Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten aus und geben Sozialarbeitern ein effektives Instrument zur Kommunikation und neuartige Zugänge zu ihren Klienten. (Projekt der Uni Kiel: https://www.bisp-surf.de/discovery/Record/PR020130700137/Details#tabnav, Zugriff am 16.07.2016). Wenn auch im Gegensatz zu Mannschaftssportarten das Schwimmen von „Einzelkämpfern“ bevölkert wird, so gibt es genug Möglichkeiten (Vereinsgedanke, Staffeln, Trainingslager bis zum „gemeinsamen Schinden“), dass der sozial-kompetente Trainer Isolation seiner Sportler verhindert.

„Größe isoliert.“ Karl Ferdinand Gutzkow (1811-1878) dt. Dichter und Journalist

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Isolierung– Zugriff 15.10.2019

 

 


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