Kohlenhydrataufladung

28. November 2019 K 0

Kohlenhydrataufladung (Carboloading), auch bekannt als „Spaghetti- oder Eierkuchenparty“. Ernährungstrick der Ausdauersportler, womit die natürliche Begrenzung der Kohlenhydratspeicher durchbrochen wird. Es wird den durch extrem intensives Ausdauertraining entleerten Speichern eine umfangreiche kohlenhydratreiche Speise angeboten, wonach im Sinne der Superkompensation die normale Speicherkapazität beträchtlich übertroffen wird. Neuere Untersuchungen (Nelson et al. 2001) zeigen, dass durch Zugabe von Kreatin diese Speicherkapazität um fast 50% gesteigert werden kann. Wegen der damit verbundenen Gewichtszunahme halten sich die Autoren hinsichtlich einer Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit allerdings bedeckt. Ferner wird auch auf Nachteile der „Nudelpartys“ verwiesen, auf Ernährungsstörungen bis zu Durchfällen und einer durch verstärkte Wassereinlagerung bedingten Gewichtszunahme inklusive erhöhter Muskelspannung (Rost 2002, S.90). Die Studienlage zur „Low Carb“-Ernährung im Sport zeigt insgesamt keine Vorteile für die Leistungsfähigkeit. „Im Allgemeinen sollte im Leistungssport weder eine ausschließliche „high“ noch „low carb“  Ernährung zum Einsatz kommen. Vielmehr wird eine variable Kohlenhydrataufnahme, die sich an der jeweiligen Sportart, den Trainingszielen sowie dem Trainingszyklus orientiert, empfohlen“ (Mosler, 2016). So kann ein sog. Low-Glykogen-Training in ausgewählten Trainingsphasen zu verbesserten Anpassungsprozessen führen und die Leistungsfähigkeit steigern (Braun, 2016). Damit scheint die euphorische Phase der „Nudelpartys“ der Vergangenheit anzugehören. →Kohlenhydratstoffwechsel


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.