Kraftausdauer, absolute

09. Juni 2017 K 0

Kraftausdauer (KA), absolute (strength endurance, absolute), Größe des bei maximaler Ausbelastung im Wettkampf oder bei adäquaten Leistungskontrollen erreichten mittleren Kraftimpulses. Sie bestimmt in Einheit mit der Bewegungsgüte die Vortriebswirksamkeit der Bewegungszyklen in den Ausdauersportarten und die durchschnittliche Bewegungsleistung vielfacher Bewegungshandlungen in Sportarten mit azyklischen Bewegungsabläufen (z.B. Sprunghandlungen im Volleyballspiel). In Sportarten mit zyklischen Bewegungen entscheidet die absolute Kraftausdauer bei vergleichbarer Bewegungsfrequenz über die im Wettkampf erreichbare Geschwindigkeit. Sie ist vor allem in den Kurzzeit– und den kürzeren Mittelzeitausdauerdisziplinen leistungsbestimmend; bei längerer Belastungsdauer wird hingegen die Ausdauerkomponente der Kraftausdauer dominant leistungswirksam (Kraftausdauer, relative). Die absolute Kraftausdauer wird maßgeblich vom optimal ausgeprägten Niveau der Maximal– und Schnellkraftfähigkeit, von der Bewegungsgüte und den koordinativen Fähigkeiten sowie von disziplinspezifischen psychischen Leistungseigenschaften mitbestimmt. Die Basis für die absolute Kraftausdauer ist eine gut ausgebildete Maximalkraft (Harre in Schnabel & Thieß, 1993, S.485).


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