Sensibilisierung

19. Juli 2017 S 0

Sensibilisierung (sensitization; allergisation), lat.sensibilis, wahrnehmbar; allgemein die Zunahme der Reaktionsbereitschaft auf einen Außenreiz. In der Medizin die Änderung des Zustandes einer Zelle oder eines Organsystems nach Antigenkontakt oder die Immunisierung eines Gesamtorganismus (Allergisierung*). →Allergie. In der Psychologie Steigerung der Empfindsamkeit oder Wahrnehmungsfähigkeit, im allgemeinen Sprachgebrauch für etwas empfindlich oder empfänglich machen („einnehmen“). Durch den Einsatz der Massenmedien, insbesondere des Internet, ist es in letzter Zeit gelungen, große Menschengruppen zu gewinnen, indem diese für bestimmte Lebensverhältnisse, Probleme, Krisen, Gefahren sensibilisiert wurden ohne die objektiven Zusammenhänge deutlich zu machen, („fake-news“). Die Sensibilisierung grosser Personenmengen ist eine entscheidende Voraussetzung für die Durchsetzbarkeit politischer Ziele (Trump, AfD…)

IIn der Arbeit ist Sensibilisierung ein wesetlicher Aspekt der Führungsqualität des Trainers. So können z.B. durch die Verdeutlichung der physiologischen Vorteile des Höhentrainings Trainer und Sportler für dieses Trainingsverfahren gewonnen („sensibilisiert“) werden.

*Allergien beeinflussen die Belastungsverträglichkeit vieler Sportler. Durch eine Hypo(unter)sensibilisierung soll dem entgegnet werden. Dazu wird der Allergieauslöser, z.B. Pollen, Tierhaare in ganz kleinen Mengen unter die Haut gespritzt und in der Menge langsam in Wochenabständen bis zu einer gewissen Enddosis gesteigert. Danach müssen die Patienten über drei Jahre einmal alle 4 – 6 Wochen zum Arzt gehen. Nebenwirkungen können auftreten, sind meistens aber nicht schlimm.

 


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