Spiel

08. November 2017 S 0

Spiel (game), zweckfreie und zwanglose Tätigkeit des Einzelnen oder in der Gruppe, elementarste Ausdrucksform des Kindes, über die sich Lebensbewältigung und Selbstbildung vollzieht. Durch Spielen nimmt das Kind Kontakt mit der Umwelt auf und erhält durch die Reaktionen der Spielpartner Wissen über eigene Fähigkeiten, Schwächen, Gefühle und Wünsche. Es sind Selbsterfahrungen, in denen sich das Kind seines  „Selbst“ bewusst wird (Vollmer, 2005). So ist das Spiel von Bedeutung in der Psychotherapie (Spieltherapie bei Kindern, Rollenspiel in der Verhaltenstherapie). →Lernen, aktives

Im Schwimmen kommt dem Spiel in der Anfängerausbildung eine grundsätzliche Bedeutung zu; Kinder erleben spielend den Bewegungsraum Wasser. Im Grundlagen – und Aufbautraining sollte im Interesse der Vielseitigkeit besonders Kleinen Spielen Platz eingeräumt werden, während mit zunehmendem Alter Geländespiele, Kampfspiele sowie Sportspiele im Sinne der Konditionierung und als psychischer Ausgleich zum Schwimmtraining einen stabilen Platz haben.

Abb.: Bevorzugte Spielarten im Verlauf der Entwicklung des Menschen (Döbler & Schneidereit in Stiehler et al. (1988). Sportspiele. Berlin: Sportverlag)

 

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ Friedrich Schiller (1759-1805) dt. Dramatiker

Mehr zum Thema: Wilke (Hrsg.) (2013). Das große Limpert-Buch der Wassersport-Spiele. Limpert- Wiebelsheim


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