Begriff: Sportschaden
Sportschaden
Sportschaden (sport lesion), „physikalisch verursachte akute Verletzung oder chronischer Überlastungsschaden“ (Kent & Rost, 1996, S. 393), teilweise als spezifische Verletzungsformen wie „Läuferknie“ oder „Tennisellenbogen“. Nach einer retrospektiven Studie an 7809 Athleten war die Verletzungsprävalenz in Mannschaftssportarten am höchsten (75%), gefolgt von Kampfsportarten (64%), Schlagsportarten (54%) und Leichtathletik (51%). Knie (28%) und Schulter (14%) waren die am meisten gefährdeten Gelenke (Lambert et al. 2024). Durch die altersspezifische Risikofreude und die speziellen Techniken und Aspekte der modernen Trendsportarten sowie andererseits im Schul- und Gelegenheitssport in Folge von Koordinationsstörungen durch mangelnde Bewegungsreize in unserer technisierten Umwelt haben Sportverletzungen besonders im Kinder- und Jugendbereich beträchtlich zugenommen (Mellorowicz et al. 2000). Bei Aufnahme eines leistungssportlichen Trainings können medizinische Eingangsuntersuchungen Gesundheits- und Sportschäden aufzeigen, die einer verletzungsfreien Karriere im Weg stehen (Fehske et al. 2021).
Obwohl Schwimmen mehrheitlich als Prophylaxe und Heilmaßnahme empfohlen wird, sind durch die intensive leistungssportliche Belastung Sportschäden möglich. Mit zunehmendem Trainingsalter nimmt die Häufigkeit und Intensität der Beschwerden bei Spitzenschwimmern zu (Höltke et al.1996). Das betrifft vorrangig Schulter (→Schwimmerschulter) und Knie (→Schwimmerknie). Eine Untersuchung bei 80 USA-Topschwimmern ergab Beschwerden zu 66,3% an der Schulter, 30% am Knie und 20% im Rücken (Hall, 1980). Die Rückenbeschwerden sind vor allem auf die durch die Einatmungsphase beim Delfin– und Brustschwimmen bedingte Hyperlordose im Lendenbereich zurückzuführen. Präventiv sollte die Rumpfmuskulatur gestärkt und die Anwendung von Schwimmbrettern bei „Delfinbeine“ eingeschränkt werden (Engelhardt et al. 2005, S. 123).
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