Begriff: Sprint-assisted-Training
Sprint-assisted-Training
„Sprint-assisted-Training“ (unterstützendes Sprinttraining) – aus der Leichtathletik übernommene Trainingsmethode, bei der mit Hilfsmitteln höhere Geschwindigkeiten als unter normalen Bedingungen erreicht werden (→Schnelligkeitsbarriere). Das Gegenteil ist das Resisted Sprint Training, bei dem durch Widerstand (Bremsen) mehr Kraft aufgewendet werden muss.
Beispiel: Schwimmen am Gummiseil, zurück mit ausgespannten Seil (assisted), mit Ausdehnen des Seils (resisted). →SWG
Nach Maglischo (2003) Schwimmen mit Hilfsmitteln wie Paddles oder Flossen oder mit Widerständen (Bremshose, Schwimmwiderstandsgerät) als Assisted and Resisted Sprint Training. In einer Studie bei Schwimmern erwies sich das Sprinttraining mit Widerstand („Resist Sprint in Overstrength“) als vorteilhafter gegenüber dem unterstützenden Sprinttraining (assisted-sprint in overspeed) (Girold et al. 2006). Andrerseits empfahlen Maglischo et al.(1985), diese Trainingsmethoden mit Vorsicht zu behandeln und nur sparsam einzusetzen. Ihr Nutzen lässt sich möglicherweise am besten in frühen Phasen des Grundtrainings maximieren, könnte jedoch in spezifischeren Trainingsphasen kontraproduktiv werden. Sie begründen das mit der weniger effizienten Schwimmtechnik (höhere Zugfrequenz auf Kosten des Zyklusweges).
Das „Portable Swim specific Test and Training device (PSTT)“ (Schega et al., 2000) kann in der anwendungsorientierten Forschung zur Abschätzung des passiven Wasserwiderstands oder der cW-Werte eingesetzt werden. Im Schwimmtraining ermöglicht es die Leistungsbewertung (sportart- und bewegungsspezifisch) oder die Umsetzung verschiedener Trainingsmethoden wie Sprintschwimmen mit Widerstand oder Sprint-unterstütztes Training (Kunze & Schega, 2004).
Mehr zum Thema (englisch): https://swimswam.com/how-to-use-resisted-and-assisted-sprint-training-in-swimming/ (Zugriff 6.09.26)
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