Trainingsdichte

07. August 2017 T 0

Trainingsdichte (training, density of), verschiedene Deutungen, dabei ist zu unterscheiden von Belastungsdichte:

  1. Anteil der Zeit aktiver Tätigkeit zum Gesamttraining, wesentlich bestimmt durch Trainingspausen
  2. Zeit zwischen den Trainingseinheiten (TE) als Ausdruck des Verhältnisses von Belastung und Erholung.

Die für Trainingsdichte gewählte Definition „Quotient aus Belastungsdauer und Erholungsdauer“ hat sich nicht bewährt. Mit der Forderung nach einer zweiten TE stellt sich die Frage, wie groß die Pause zwischen den beiden TE sein soll. Dabei sollte ein Minimum von 2 Stunden gesichert sein, da dann die neuromuskulären und sensomotorischen Funktionen der Muskulatur überwiegend regeneriert sind, optimaler sind 4 Stunden. Bei 20-30 TE pro Woche kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass bis zur nächsten TE alle Systeme regeneriert sind, zumal nach dem Prinzip der Grenzbelastung erschöpfte Systeme durchaus superkompensieren. So ist ein Kraftausdauertraining erfolgreich, wenn man zweimal täglich trainiert, um bereits vor dem Training einen niedrigen Muskelglykogenspiegel zu erzielen (Hansen et al. 2005). Die unmittelbare Folge von Wassertraining auf Landtraining entspricht unter dem biologischen Aspekt mehr einer zusammenhängenden (großen) Trainingseinheit, die aber inhaltlich aufeinander abgestimmt sein muss. Eine hohe Trainingsdichte setzt den Einsatz zusätzlicher Regenerationsmaßnahmen voraus. →Trainingshäufigkeit

 

Exkurs: Das Verständnis für den Begriff Trainingsdichte wird davon bestimmt, was man unter „Training“ versteht. Versteht man Training in seiner Komplexität, dann handelt es sich um die Pause zwischen den Trainingseinheiten, versteht man jede sportliche Bewegungshandlung als Training, dann nähert man sich der „Belastungsdichte“. In dem Fall würde durch die Reduzierung der Pause im Intervalltraining die Trainingsdichte erhöht.


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