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Begriff

Anschlusstraining (AST)

Anschlusstraining (AST) (transituonal training, subelite swimmer), Etappe der sportlichen Ausbildung im langfristigen Leistungsaufbau zwischen Aufbautraining und Hochleistungstraining mit dem Ziel, die Sportler an das internationale Leistungsniveau heranzuführen. Durch den Abschluss der biologischen Reifung ist im AST die volle Belastbarkeit der Funktionssysteme des Organismus möglich. Auf dieser Basis ist der Trainingsumfang pro Woche durch die Einführung der zweiten Trainingseinheit an drei Tagen auf 18-22 Stunden zu erhöhen. Die erste große Bewährungsprobe im Schwimmen sind die JEM und seit 2006 zusätzlich die JWM. An der Pforte zum AST sind die Schwimmer den Kinderschuhen entwachsen. Der „biologische Schub“ der Kindheit, der auch ohne höhere Trainingsbelastung eine Leistungssteigerung sicherte, verliert an Kraft. Das äußert sich in stetig geringer werdenden Entwicklungsraten, weshalb die Anforderungen an den Trainer und dessen trainingsmethodisches und psychologisches Geschick diametral dazu anwachsen. Die notwendigen Trainingsbelastungen kollidieren zunehmend mit den veränderten Umfeldanforderungen, wobei besonders die Doppelbelastung von Training und Schule die Situation kennzeichnet. Für Reiss, Tschiene & Pfützner (1997) stellt das AST die „Schlüsseletappe“ des langfristigen Aufbaus dar, da in diesem zwei- bis dreijährigen Zeitraum entschieden wird, ob der deutsche Sport mittelfristig international wettbewerbsfähig bleibt.

Anschlusstraining (AST)
Tab.: Wechselwirkung zwischen Training und Umfeld im Bereich AST

 

 

 

 

 

 

Gegenüber der dominanten Vielseitigkeit des Aufbautrainings wird in Verbindung mit dem deutlicheren Erkennen des Talents zu einer gezielten professionellen Vorbereitung (→Professionalität) in einer Schwimmart oder Strecke übergegangen. Allerdings fördert auch hier noch jegliche zu einseitige Spezialisierung den frühzeitigen Karriereknick. Mögliche Varianten zur Spezialisierung sind in der Tabelle dargestellt.

Anschlusstraining (AST)
Tab.: Spezialisierungsvarianten im ANT
    
    
    
     
    
    
    
    
  

 

 

Mehr zum Thema

  • LiteraturStickford et al. (2015): Lower-leg compression, running mechanics, and economy in trained distance runners. In: Int J Sports Physiol Perform. 1 (10) Zur Quelle

Quellen

  • Reiß, Tschiene & Pfützner (1997). Entwicklungsprobleme und Ansätze zur Erneuerung im Nachwuchs- und Anschlusstraining der Ausdauersportarten in Deutschland. Leistungssport 6/6-14 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

Überarbeitet am 16. März 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Anschlusstraining (AST). In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/anschlusstraining/ (abgerufen am 14. Oktober 2026).