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Begriff

Atmung

Atmung (breathing; respiration), Aufnahme der Luft in die Alveolen der Lunge zum Gasaustausch.

Das Atemsystem sichert den in den Ausdauersportarten hohen Bedarf an Sauerstoff, im Schwimmen bereits bei allen Disziplinen ab 100m (45 Sek.). Dabei ergeben sich durch das Medium Wasser besondere Anforderungen an die Atmung:

Da im Schwimmen die Atmung so wichtig ist, zählt sie bereits zu den Grundfertigkeiten in der Anfängerausbildung. Das zeitliche Verhältnis von Ein- zu Ausatmung sollte mindestens 1 zu 2 sein. Durch Schwimmen mit „gedrosselter Atmung“ (→Hypoxietraining) wird die Atemökonomie verbessert, weshalb Counsilman (1980) etwa ein Drittel des Trainings mit Hypoxie – Atmung durchführen ließ. Beim Krafttraining ist auf eine regelmäßige Atmung zu achten und besonders die Pressatmung zu vermeiden. Am Seilzugergometer konnte der Einfluss der Bewegungsfrequenz auf die Parameter des Gasstoffwechsels nachgewiesen werden. Das wurde mit der Forderung verbunden, die Kopplungsmechanismen von Atmung und Bewegung in der Leistungsdiagnostik der Schwimmer stärker zu beachten (Witt et al. 2001). Zudem lassen sich durch ein gezieltes Training der Atemmuskulatur bislang ungenutzte Leistungsreserven erschließen (Witt 2014, Matthaei 2018).                                                                                                                                                                                                                                                                                         Die Diagnose einer Überempfindlichkeit der Atemwege (AHR) ergab, dass Eliteschwimmer, trotz vieler Risikofaktoren unter Wettkampfbedingungen durch die Atmungsfunktion nicht eingeschränkt sind (Kennedy et al. 2017). Ein Vergleich mit einer Normalpopulation in Australien zeigte keine höhere Störanfälligkeit der oberen Atemwege bei Leistungsschwimmern (Fricker et al. 2000).

Mehr zum Thema

Quellen

  • Counsilman, J.F. (1980). Handbuch des Sportschwimmens. Bockenem: Fahnemann Zur Quelle
  • Fricker, Gleeson, Flanagan, Pyne, McDonald, & Clancy (2000). A clinical snapshot: Do elite swimmers experience more upper respiratory illness than nonathletes? Clinical Exercise Physiology (2)3, 155-158 Zur Quelle
  • Holmer & Gullstrand (1980). Physiological response to swimming with controlled frequency of breathing. Scandinavian Journal of Sports Sciences 2,1 Zur Quelle
  • Witt, M. (2001). Ergometrie der oberen Extremitäten. DSTV-Reihe, 19/159-167 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • LungeVom Brustkorb (Thorax) umschlossenes und aus zwei Flügeln bestehendes Atemorgan …
  • GasaustauschGasstoffwechsel
  • Atemsystem/Atmungssystem (breathing system), System der die Atmung sichernden Organe …
  • Sauerstoff(Oxygen), griech. oxýs - scharf, sauer und gennaein - erzeugen, hervorbringen …
  • BewegungsrhythmusDavon ausgehend, dass Lebensvorgänge rhythmisch verlaufen …
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  • WasserlageLage des Schwimmers im Verhältnis zur Horizontale der Wasseroberfläche.
  • ZweierzugAtemrhythmus bei Schwimmen bezogen auf die Armbewegung
  • AbdominalatmungZwerchfellatmung, Form der Atmung durch Einsatz von Zwerchfell und Teilen der Bauchmuskulatur.
  • AlveoleLat. alveolus „kleine bauchartige Vertiefung“; Lungenbläschen …
  • AngstEin durch eine direkte oder eingebildete Bedrohung ausgelöster …
  • AssoziationLat. associare „vereinigen, verbinden, verknüpfen, vernetzen“; Vereinigung …

Schlagwörter

Überarbeitet am 16. März 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Atmung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/atmung/ (abgerufen am 15. Oktober 2026).