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Begriff

Kardiologie

Kardiologie (cardiology), griech. kardiā „Herz“ und lóga „Lehre“; Lehre vom Herzen, Diagnostik und Behandlung von Herz und Kreislauferkrankungen.

Da das Herz- Kreislauf-System im Sportschwimmen stark beansprucht wird, ist die sportkardiologische Diagnostik Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchungen, um ein kardiales Risiko durch Hochleistungstraining weitgehend zu verhindern. Todesfälle sind zwar im Leistungssport relativ selten, haben aber meistens kardiovaskuläre Ursachen (Herzmuskelerkrankung 〈hypertrophe Kardiomyopathie〉, Herzklappenfehler, Entzündungen). Besonders bei Infekten, die bei Schwimmern sehr häufig anzutreffen sind, sind diagnostische Maßnahmen (→EKG, →Echokardiografie) angeraten (Berbalk, 2000). Es gibt Hinweise, dass Ausdauersport, insbesondere bei langjährig trainierenden Athleten, mit dem Auftreten von Vorhofflimmern (VHF) assoziiert ist (Laszlo & Steinacker, 2016). Nach Drogenmissbrauch wurden kardiovaskuläre Nebenwirkungen festgestellt: Myokardinfarkt, Hyperlipidämie, Bluthochdruck, Thrombose, Arrythmogenese, Herzinsuffizienz bis zum plötzlichen Herztod (Deligiannis et al. 2006). →Herzfrequenz, →Blutdruck, →Herzfrequenzvariabilität

Bei Sportveranstaltungen müssen die medizinischen Dienstleister auf Herznotfälle vorbereitet sein. Das setzt einen festgelegten Notfallplan, die Schulung potenzieller Ersthelfer bei der kardiopulmonalen Reanimation und den Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators, die Koordination von Kommunikations- und Transportsystemen sowie den Zugang zu geeigneten medizinischen Geräten und Materialien voraus (Toredahl et al. 2012).

Mehr zum Thema

  • LiteraturThe ESC Textbook of Sports Cardiology (Das Sportkardiologie-Buch der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ). Oxford University Press 2019 (engl.) und Niebauer (2015). Sportkardiologie, Springer

Quellen

  • Deligiannis, Björnstad, Carre, Heidbüchel, Kouidi, Panhuyzen-Goedkoop, Pigozzi, Schänzer & Vanhees (2006). ESC Study Group of Sports Cardiology Position Paper on adverse cardiovascular effects of doping in athletes. European Journal of Preventive Cardiology (13)5, 687-694 Zur Quelle
  • Laszlo & Steinacker (2016). Competitive sports and atrial fibrillation. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (67)10, 237-243 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

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Überarbeitet am 6. Juni 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Kardiologie. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/kardiologie/ (abgerufen am 7. November 2026).