Pathologie

10. März 2021 P 0

Pathologie (pathology), griech. Pathologia „Lehre vom Leiden“; Zweig der Medizin, der sich mit abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper beschäftigt (Krankheitslehre). Sie ist engverwandt mit der Anatomie, der Pathophysiologie und der Zytologie. Der Pathologe hilft klinisch tätigen Ärzten die Entscheidung für die richtige Therapie zu treffen. Damit bewegt er sich an der wichtigen Schnittstelle zwischen Diagnose und Therapie und sollte nicht mit dem „Leichenaufschneider“ (Forensiker) verwechselt werden.

Bewegungsreize fördern nach der Geburt die normale morphologische und funktionelle Entwicklung. Andererseits kann jedoch die Belastung im Sport durch Überlastung, Fehlbewegungen (z.B. durch mangelhafte Sportgeräte) bis zu Unfällen zu Schädigungen führen. In den meisten Sportarten liegt dabei der Schwerpunkt auf der Pathologie des Bewegungsapparates.

Exkurs: Nicht immer ist einfach zwischen Physiologie und Pathologie zu unterscheiden. So steht der Sportmediziner manchmal vor der Aufgabe, eine physiologische linksventrikuläre Hypertrophie von einer pathologischen veränderten Struktur des Herzmuskels (hypertrophe Kardiomyopathie) bei Sportlern zu unterscheiden. Denn die kardiale Anpassung an Belastung und Training bei Sportlern (Sportlerherz) verursacht elektrophysiologische und geometrische Veränderungen, die leichte Phänotypen einer pathologischen Kardiomyopathie nachahmen können (Augustine & Howard, 2018). Zur Diagnose sind umfangreiche Kenntnisse über Werdegang und sportliche Belastung des Athleten erforderlich. Fehlen diese, so tendiert das Pendel beim Hausarzt in Richtung Pathologie, beim Sportarzt zur gesunden Trainingsanpassung.

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/PathologieZugriff 10.03.21


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