Atemtraining

30. März 2022 A 0

Atemtraining (breathing training) oder Inspiratorisches Muskeltraining (Inspiratory muscle strength training-IMST), wiederholtes Einatmen gegen Widerstand mit einem Atemwiderstandsgerät (POWERBreathe, Spiro-Tiger) zur Stärkung der Atemmuskulatur, insbesondere des Zwerchfells, und damit zu verbesserter Ausdauerleistung (Romer et al. 2002).

Die Atemmuskulatur arbeitet rund um die Uhr zumeist im Schongang, wird aber auch bei Ausdauerbelastungen selten maximal gefordert. Sie kann aber ermüden und damit die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass im Schwimmen permanent gegen Widerstand geatmet wird. Deshalb bedarf es auch einer gezielten Kräftigung der Atemmuskulatur. →Totalkapazität

Studien: Im Training hochqualifizierter Schwimmer verwendeten russische Wissenschaftler das Gerät „Novoje dychanije“ (Neues Atmen). Durch die Verknüpfung verschiedener physischer und physiologischer Faktoren verbesserten sich die Atmungsmerkmale deutlich wie die beschleunigte Wiederherstellung der Lungenventilation und des Gasaustauschs bei Ausdauerbelastungen wie auch eine Zunahme der aeroben und anaeroben Leistungsfähigkeit (Volkov et al. 2013). Nach einem achtwöchiges Atemtraining mit einem POWERbreathe-Gerät verbesserten sich Kraftfähigkeit und Ökonomie der Atemmuskulatur, was sich bei isolierter Belastung in Form einer Vergrößerung des maximalen Minutenvolumens zeigte und beim Schwimmen zu verringerten Laktatwerten und niedrigerer Zyklusfrequenz bei gleichbleibender Belastung führte (Matthaei, 2018). Eine inspiratorischer Druckwellenbelastung von 50% des maximalen inspiratorischen Luftdrucks reichte aus, um die Schwimmleistung unter frequenzkontrollierter Atmung bei hochtrainierten Leistungsschwimmern zu verbessern (Ohya et al. 2022).

Video: https://www.youtube.com/watch?v=lkmGHMRZpKM – Zugriff 30.03.22

Mehr zum Thema: Witt, M. (2014). Krafttraining der Atemmuskulatur. In Rudolph: Topschwimmer, Bd. 3, S. 172/173


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