Handwurzelknochen

24. Mai 2017 H 0

Handwurzelknochen (carpal bones), acht kleinere Knochen, die die Beweglichkeit des Handgelenkes sichern. Bei Kindern findet man zwischen den Mittel- und Endstücken die aus Knorpel bestehenden Wachstumsfugen (Epiphysenfugen), die im Wachstumsverlauf verknöchern. In der Kinderorthopädie verwendet man deshalb die Röntgenaufnahme der Hand als aussagekräftiges diagnostisches Hilfsmittel zur Ermittlung der Gesamtkörpergröße, den Abschluss des Längenwachstums und zur Feststellung von Abweichungen zwischen skelettalem („Knochenalter“) und chronologischem Alter. Da ethische Zugehörigkeit und Sozialstatus die Werte stark beeinflussen, weichen diese von den an US- und englischen Kindern abgeleiteten Normwerten ab (Problem bei Altersbestimmung von unbegleiteten Flüchtlingskindern).

Als Gradmesser des biologischen Alters ist der Reifestatus der Handwurzelknochen ein wichtiges Hilfsmittel bei der entwicklungsbedingten Einschätzung sportlicher Leistungen. Das Verfahren setzt aber Röntgenaufnahme und komplizierte Berechnung voraus, so dass es sich für die Routine im Sport nicht anbietet. Im Rahmen der Talentauswahl werden deshalb anthropometrische Verfahren empfohlen.

 

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Handwurzelknochen


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