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Begriff

Enzyme

Enzyme (enzyme), griech. en „in“ + zymē „Gärungsmittel, Sauerteig“; fast ausnahmslos Eiweiße (früher Fermente), die als Biokatalysator intrazellulär Reaktionen beeinflussen ohne sich dabei selbst zu verändern (im Gegensatz zu Coenzymen, die sich bei der Reaktion verändern). In dieser Funktion sind Enzyme für den Stoffwechsel unentbehrlich. Die Diagnose der Enzyme informiert über normale oder gestörte Stoffwechselvorgänge und die Funktionstüchtigkeit von Organen, die spezielle Enzyme produzieren. Eine Aufnahme über die Nahrung ist nicht möglich.

Aus sportmedizinischer Sicht sind unter anderem folgende Enzyme interessant:

Die Literatur zur Wirkung von Enzymen im Sport ist äußerst umfangreich. Hier nur einige Beispiele aus den letzten Jahren: Die Intensität der metabolischen Enzymsysteme während des Trainings unter Höhenbedingungen ist im Vergleich NN erhöht (Rybina, 2016). Eine Studie mit jamaikanischen Sprintern zeigte, dass der Serumspiegel der wichtigsten Muskelenzyme eine Grundlage für die Klassifizierung der Fitnessstufen und der Reaktion des Muskels auf Bewegung bildet (Beckford et al. 2017). Andere Enzyme reparieren belastungsbedingte Mikrotraumata, unterstützen die schnellere muskulä­re Regeneration und stabilisieren das Immunsystem (Berg et al. 2005; Ärzte-Zeitung vom 3.07.2009). So kann eine begleitende Enzymtherapie den Verbrauch von Schmerzmitteln vermindern. Das für die Adenosintriphosphatsynthese unerlässliche Coenzym verhinderte unerwünschte Veränderungen der antioxidativen Enzyme und senkte den Serumspiegel während schwerer Trainingseinheiten im Schwimmen (Emami et al. 2018). Die Zuführung östrogenhaltiger Lebensmittel (Phytoöstrogene) steigerte die Anzahl von  Antioxidansenzym nach Schwimmbelastung und passt das Geschlechtshormonniveau im Plasma bei weiblichen Schwimmern an (Mestre-Alfaro et al. 2011).

„Ärzte verwenden Enzyme in der Familie… Sportmediziner geben sie ihren Stars… die breite Öffentlichkeit kennt das Wort Enzyme kaum.“ (Allgeier: „Die Enzym-Therapie. Der neue Weg, gesund und jung zu bleiben“ Econ 1978,.S.50)

Mehr zum Thema

Quellen

  • Beckford, Irving, Golden & Poudevigne (2017). Metabolic markers in Jamaican male sprinters. New Studies in Athletics (32)1/2, 73-79 Zur Quelle
  • Emami, Tofighi, Asri-Rezaei & Bazargani-Gilani (2018). Effect of short-term coenzyme Q10 supplementation and precooling on serum endogenous antioxidant enzymes of elite swimmers. The Journal of Strength and Conditioning Research (32)5, 1431-1439 Zur Quelle
  • Mestre-Alfaro, Ferrer, Sureda, Tauler, Martínez, Bibiloni, Micol, Tur & Pons (2011), Phytoestrogens enhance antioxidant enzymes after swimming exercise and modulate sex hormone plasma levels in female swimmers. European Journal of Applied Physiology (111)9, 2281-2294 Zur Quelle
  • Rost, R. (Hrsg.) (2002). Lehrbuch der Sportmedizin. Köln: Deutscher Ärzte Verlag Zur Quelle
  • Rybina, I. L. (2016). Metabolic changes of elite athletes body by adaptation to altitude training in endurance sports. The Russian Journal of Physical Education and Sport (11)1, 182-186 Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • EiweißeProteine, Energieträger, die neben Kohlen- …
  • BiokatalysatorMolekül (meistens Enzym), das biologische Vorgänge beschleunigt …
  • Stoffwechsel/Metabolismus (metabolism), griech. metabolismós „Stoffwechsel“ …
  • SportmedizinMedizinischer Teilbereich …
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  • AzidoseLat. acidum „Säure“; extreme Übersäuerung des Blutes/Gewebes.
  • Effektor(lateinisch efficere ‚bewirken‘), „Erfolgsorgan“ = Teil eines Organs, Gewebes …
  • HemmungStörung des normalen Ablaufs psychischer oder auch körperlicher Funktionen …
Überarbeitet am 12. April 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Enzyme. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/enzyme/ (abgerufen am 3. November 2026).