Differenzierung

27. März 2017 D 0

Differenzierung (differentiation), lat. differentia „Unterschied, Verschiedenheit“; allg. Unterscheidung, Abgrenzung;

  • in der Psychologie das Vermögen, die Umwelt in ihren verschiedenen Bestandteilen und Strukturen wahrzunehmen, zu erkennen und darauf zu reagieren;
  • in der Biologie die strukturelle Spezialisierung von Zellen oder biologischen Strukturen in der Ontogenese.
  • in der Motorik äußert sich Differenzierung darin, „dass sich aus den anfänglich unkoordinierten Bewegungen des Kleinkindes zunehmend gezielte und aufeinander abgestimmte Einzelbewegungen ausdifferenzieren“ (Conzelmann & Gabler, in Gabler et. al. 2001, S. 32).

Für die Schule und in dem Sinne auch den Sport ist Differenzierung ein Sammelbegriff für alle Maßnahmen, die die unterschiedlichen Fähigkeiten der Schüler/Sportler berücksichtigen, wie z.B. die Einteilung in Lern- oder Leistungsgruppen. Die „Verschiedenheit der Köpfe“ (Herbart, 1807) – erweitert auf „Verschiedenheit der Köpfe und Muskeln“ –  macht Differenzierung auch im Sport unverzichtbar. Differenziertes Training erfordert eine Beachtung des unterschiedlichen Leistungsniveaus, das in unterschiedlichem Alter, Geschlecht, biologischer Reife, Trainingsalter und Veranlagung begründet ist. Im Nachwuchstraining versucht man dem mit differenziertem Gruppentraining, im Hochleistungstraining mit der Individualisierung des Trainings auf der Basis individueller Trainingspläne zu entsprechen. →Prinzip der Einheitlichkeit und Differenzierung, →Psychologie, differentielle


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